Stichwort: Gush Katif

12. Juli 2005, 18:32
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Wohngebiet der Mehrheit der Gaza-Siedler

Hamburg - Die überwiegende Mehrheit der insgesamt etwa 8000 israelischen Siedler im Gaza-Streifen, die etwa 40 Prozent dieses palästinensischen Territoriums besetzen, lebt in Gush Katif. Dies ist ein Sammelname für die meisten der dortigen 21 israelischen Siedlungen, die geräumt werden sollen.

Sie liegen in einem Landstreifen an der Mittelmeerküste, der von der Armee abgeriegelt ist. Zum israelischen Kernland führen zwei Straßen quer durch das Palästinensergebiet. Eine militärische Sicherheitszone besteht entlang der Grenze zu Ägypten.

Lebensqualität

Von den etwa 1700 Siedler-Familien in dem Gebiet leben etwa 400 von der Landwirtschaft. Andere pendeln täglich zu Arbeitsplätzen im israelischen Kernland. Sie loben vor allem die Lebensqualität im Gazastreifen, in dem mindestens 1,3 Millionen Palästinenser wohnen, und den Zusammenhalt unter den jüdischen Siedlern.

In Gush Katif wurde 1970 die erste Siedlung gebaut. Die Regierung hat den Einwohnern angeboten, in ein nördlich vom Gazastreifen gelegenes Dünengebiet an der Küste umzusiedeln. Die Räumung soll am 17. August beginnen.

Nach internationalem Recht ist die Besiedlung durch kriegerische Konflikte besetzter Gebiete mit der Bevölkerung der Besatzungsmacht illegal. Israel argumentiert jedoch, dass die Palästinensergebiete nicht im eigentlichen Sinne "besetztes Gebiet" seien, weil es vor der Eroberung nicht Teil eines modernen staatlichen Gebildes war. (APA/dpa)

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