Zahl der Elefanten in Süd- und Ostafrika steigt

6. Juli 2005, 12:59
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Studie: Wilderei wegen Elfenbein und Fleisch in West- und Zentralafrika weiterhin ein großes Problem

Nairobi - Seit Ende der neunziger Jahre ist die Zahl der Elefanten in Süd- und Ostafrika beträchtlich angestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) am Donnerstag in Nairobi veröffentlichte. Nach der Zählung an 51 Orten liegt die jährliche Wachstumsrate insgesamt bei 4,5 Prozent. Seit Ende der neunziger Jahre ist die berechnete Zahl der Elefanten in Süd- und Ostafrika demnach von 283.000 auf 355.000 angestiegen.

Von dieser Entwicklung könne jedoch nicht auf den Elefantenbestand des gesamten Kontinents geschlossen werden, betonten Autoren. "Wir haben keine gesicherten Daten für West- und Zentralafrika, aber es gibt Hinweise, dass Wilderei wegen des Elfenbeins und des Fleisches noch immer ein großes Problem ist, auch innerhalb von Nationalparks", betonte Jean-Christophe Vie vom IUCN.

Die Vermehrung der Elefanten sei zudem nicht nur positiv zu sehen, schreiben die Autoren. In vielen Gegenden leidet die Bevölkerung unter streunenden Elefanten, die Ernten vernichten und Menschen angreifen. Nach Angaben von IUCN ist die Studie die erste statistische Untersuchung dieser Größenordnung. (APA/dpa)

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