Brigitte Ederer wird Vorstandschefin von Siemens Österreich

Redaktion, 12. Juli 2005 15:29
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    Foto: apa/artinger

Ehemalige SP-Politikerin folgt Albert Hochleitner nach - Sitzt seit 2001 im Siemens-Vorstand - Alfred Ötsch verstärkt Vorstandsteam

Wien - Der Aufsichtsrat der Siemens AG Österreich hat in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen, Brigitte Ederer zur Nachfolgerin von Albert Hochleitner als Generaldirektorin und Vorstandsvorsitzende der Siemens AG Österreich zu machen, teilte das Unternehmen am Donnerstag, mit.

Die frühere Europa-Staatssekretärin und hochrangige SP-Politikerin folgt Hochleitner ab 13. Dezember 2005. Hochleitner wird zum selben Zeitpunkt in den Aufsichtsrat der Gesellschaft wechseln.

Von der Spitzenpolitik ins Top-Management

Ederer wurde nach dem Studium der Volkswirtschaft an der Universität Wien in der Politik tätig. Seit 1983 war sie SP-Abgeordnete im Österreichischen Nationalrat und für einige Jahre Europa-Staatssekretärin im Bundeskanzleramt.

Hier war sie unter anderem für die nationalen Vorbereitungen der Republik Österreich auf den EU-Beitritt verantwortlich. Von Anfang 1997 bis Ende 2000 war sie Finanzstadträtin in Wien und wurde im Jänner 2001 in den Vorstand der Siemens AG Österreich berufen.

Neo-Vorstand Ötsch

Des weiteren wurde beschlossen, dass Alfred Ötsch, Mitglied des Bereichsvorstands Automation and Drives mit Sitz in Nürnberg, in den Vorstand der Siemens AG Österreich eintreten wird, um dort neue Aufgaben zu übernehmen. Die genaue Ressortverteilung wird in der Aufsichtsratssitzung am 13. Dezember festgelegt, hieß es.

Ötsch, ein studierter Wirtschaftswissenschafter trat 1978 in die Siemens AG Österreich ein. Nach Stationen in der Konzernzentrale in München wurde er 1986 innerhalb der Siemens AG Österreich zum Kaufmännischen Leiter zunächst des Bereichs Antriebs-, Schalt- und Installationstechnik und dann des Bereichs Anlagentechnik ernannt.

Von April 1993 bis Oktober 2001 war Ötsch Kaufmännischer Leiter der Siemens AG Österreich. Im November 2001 wechselte er in den Vorstand des Bereichs Automation and Drives. Ötsch wird per 13. Dezember neu in den Vorstand der Siemens AG Österreich einziehen. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 169
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Hathor37
01.07.2005 16:46
Ein technisches Waisenkind im Vorstand???

Was zum Teufel hat eine Politikerin und technisches Waisenkind im Vorstand einer technischen Firma zu suchen???
Das ist wieder mal Postenschacher pur!!!

Nichtschweiger
 
01.07.2005 18:49
Gratulation an Frau Ederer!

Sie übersehen offensichtlich, daß es sich bei Siemens um keinen Staatsbetrieb handelt. Wenn ich eines nicht glaube, daß man im Siemens-Konzern Vorstandschef wird ohne was "drauf" zu haben. Ich stehe Frau Ederer politisch nicht nahe - bin allerdings beeindruckt von ihrer Karriere. Gratulation!

Baron von Wegen
01.07.2005 13:44
Somit wäre die 2. Pension dann auch gesichert...

Philip J. Fry
01.07.2005 16:23
alles bisschen schizophren

bleibt man ein leben nur in der politik .... passts ned
wechselt man in die privatwirtschaft ... passts ned
kommt man von außen ... passts ned

Manfred Gruber
 
01.07.2005 13:36
Wieder einmal eine grandiose Darstellung

der so liberalen Einstellung unserer Bürgerlichen gegenüber allem, was nicht christlich/konservativ ist. Wenn einmal etwas nicht nach deren Wertvorstellungen läuft, wird der ganze Hass offensichtlich und entlädt sich in richtigen Beschimpfungsorgien.

Und die Trotzkisten und Co. mischen eifrig mit. Das erinnert frappant an die Zusammenarbeit zwischen KPD und NSDAP gegen die "Sozialfaschisten" (SPD) in der Weimarer Republik.

buff flyer
01.07.2005 17:03
wirklich eine peinliche vorstellung

im prinzip ist weder gar so was tolles, noch was schlechtes dran - die ist doch nicht einmal direkt aus der politik gekommen, sondern schon einige jahre dort - also wird sie sich nicht gar so blöd angestellt haben.

und dass politische beziehungen für siemens wichtig sind ist erstens eine binsenweisheit und zweitens ist das nicht nur bei siemens so.

Massimo Montanari
01.07.2005 13:20
Gratulation!

Mustafa Soleman
01.07.2005 12:50
Warum nicht bei Magna?

Ist das nicht die, die uns in die EU hineintheatert hat? War bei Magna kein Platzerl mehr frei?

Stahlhoden 666
01.07.2005 12:28
.

Es lebe das Peter-Prinzip!

Roland Alexander
01.07.2005 12:19
super,...

dann kann sie dafür sorgen, dass wenigstens die siemens mitarbeiter die 1000.- schilling, ca. 70 euro mehr bekommen, die sie uns allen seit dem eu beitritt versprochen hat.

Stuffi
01.07.2005 17:31
Das hat sogar ungefähr gestimmt

Nur merkt man Geld, das men weniger ausgibt nicht unbedingt...

Kuehlschrank .
 
01.07.2005 12:46
ich denke sie strengt sich an

und verdient für viele die 1000 Schilling mit.

austria_traveller
01.07.2005 12:33
Super !!!

Ist mir auch gleich eingefallen, wie ich den Artikel gelesen habe

Esme Weatherwax
01.07.2005 14:03
Eigentlich...

... disqualifiziert sich jeder, der immer noch die 1000 Schilling einfordert, selbst.

Die hats nämlich schon vielfach gegeben, siehe haufenweise Postings zum Thema in diesem Forum.

Ach Windmühlen.

buff flyer
01.07.2005 17:23
ich hab da auch den verdacht der kollektiven amnesie

ich sag nur schlagobers und strassenanzug, wenn man schon die technischen geräte nicht als warenkorbfähig ansieht.

Dex Dexter
01.07.2005 11:09
Aus dem Rennen

Auf der anderen Seite dürfte damit ziemlich klar sein, dass Ederer nun fix aus dem Rennen um die Häupl Nachfolge in Wien ist. Weil es ist durchaus anzunehmen dass es die letzte Wahl sein wird bei der Häupl antritt. Und weit und breit kein Nachfolger in Sicht, zumindest keiner der an die Erfolge Häupls anschliessen wird können. Auf der anderen Seite ist es bei der Konkurrenz in Wien ziemlich wurscht wer bei der SPÖ antritt.

Super Squeechie
01.07.2005 08:45
Ich finde es auch widerlich.

Egal welche Farbe, welche Persönlichkeit:
Für mich verliert ein Politiker nachträglich dadurch an Glaubwürdigkeit.

Josef Herrmann
01.07.2005 15:27
suuuupergscheit!

es ist ungeheuer bequem, so einen kommentar hinzurotzen und sich dabei NICHTS zu denken. vielleicht sollten sie vorher das hirn einschalten.

C K
01.07.2005 11:14
Wovon reden Sie?

Finden Sie Gaugg besser, der sich offenbar auf Kosten der Steuerzahler einen kleinen Deal ausgehandelt hat?

Stuffi
01.07.2005 09:56
Ähh?

Was soll denn ein Politiker Deiner Meinung nach machen?
Auf ewig Berufspolitiker bleiben, wie zB Schüssel?
Von Sozialhilfe leben?

panther LL.M
01.07.2005 09:21
dass

... dass er/sie nach 4 jahren im vorstand dessen vorsitz einnimmt?

sie sind widerlich!!!

KlingtGutAber
01.07.2005 07:56
ich find es widerlich

wenn abgehalfterte politilleros bei staatsnahen betrieben - oder solchen mit "ausgezeichneten kontakten zur politik" - ihr gnadenbrot finden.

Bertel Mann
 
01.07.2005 10:47
Wie "staatsnahe" Siemens ist, hat man z.B. bei der LKW-Maut und beim Blaulichtfunk gemerkt.

Stuffi
01.07.2005 09:58
Gnadenbrot

wäre vielleicht ein Vorstandsposten.

Ganz nach oben kommt man aber nur durch Leistung, oder was sollte sich Siemens von der Bestellung denn versprechen?
Wenns nur um Kontakte ginge, reicht ein gutbezahlter Job ohne jede Verantwortung.

Schüssel Biograf Walter Moers
01.07.2005 09:42
Man sollte da schon differenzieren!

Nehmen wir Riess-Passer. Aus der Politik direkt auf den Chefsessel von Wüstenrot. Das war eine politische Postenbesetzung par excellence.

Im Vergleich dazu Ederer. Aus der Politik zu Siemens (das politische Vorleben war sicherlich nicht störend) aber erst DANN nach 4 Jahren, in denen sie sich offensichtlich bewährte, auf den Chefsessel.

Man sieht also: Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Und die Schamlosigkeit der schwarz-blauen Postenschacherei ist schon einmalig.

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