Deutschland: Riesiger Solarpark in der Oberpfalz eröffnet

8. Juli 2005, 20:14
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Anlage soll rund 6,8 Millionen Kilowattstunden pro Jahr liefern

Mühlhausen - Der nach Angaben der Betreiber größte Solarpark der Welt ist am Donnerstag in der Oberpfalz offiziell eröffnet worden. Die 6,3 Megawatt starke Photovoltaikanlage in Mühlhausen bei Neumarkt soll rund 6,8 Millionen Kilowattstunden pro Jahr liefern und damit den Energiebedarf von umgerechnet etwa 2.000 Haushalten decken. Das Kraftwerk ist bereits im Dezember ans Netz gegangen.

Die Betreiber haben in die Anlage in Mühlhausen sowie in zwei parallel errichtete kleinere Sonnenkraftwerke in Velburg (Landkreis Neumarkt) und im niederbayerischen Dietersburg (Landkreis Rottal-Inn) zusammen rund 50 Mio. Euro investiert. Insgesamt seien in den drei Solarparks 57.600 Photovoltaik-Module installiert worden, erklärte eine Sprecherin der beteiligten Unternehmen. Die Kosten werden durch einen Fonds aufgebracht, an dem sich Privatanleger beteiligen können.

Weitere Anlage

Schon Ende 2005 wird die Anlage in Mühlhausen den Weltrekord nach Unterfranken abgeben müssen. Dort entsteht bei Arnstein im Landkreis Main-Spessart ein Solarfeld mit mehr als 12 Mio. Megawatt Leistung. Dieses Solarfeld besteht aus 1.500 einzelnen Solaranlagen, die gemeinsam auf einem Grundstück gebaut werden. Ein weiteres Solar-Großprojekt soll bis Frühjahr 2006 beim niederbayerischen Pocking entstehen. Dort wird ein zusammenhängendes Kraftwerk mit 10 Megawatt Leistung gebaut.

Wegen der vielen Sonnentage in Bayern sind die Standorte im Freistaat bei den Betreibern der Solaranlagen besonders beliebt. In den vergangenen Jahren wurden in Bayern bereits eine ganze Reihe von Photovoltaik-Großprojekten errichtet. Durch die gesetzlich geregelte Subventionierung von so genannten erneuerbaren Energien rechnet sich der Bau von Solarkraftwerken in Deutschland für die Investoren. Für die Produktion von Solarstrom wird pro Kilowattstunde eine Vergütung von mehr als 45 Cent gezahlt. Durch den Verkauf des Stroms wird allerdings nur ein Bruchteil der Kosten wieder erlöst. (APA/dpa)

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