Schon im Schwimmbad gesurft?

4. Juli 2005, 10:00
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Neues System erzeugt mit Hilfe von Gummimatte und Wellenmaschinen mehrere Meter hohe Surfwellen

London - Forscher aus Neuseeland versprechen Wellenreitern ein gefahrloses Vergnügen: Surfen im heimischen Schwimmbad ganz ohne Angst vor Haien und ohne teure Fernreisen. Wie die britische Wissenschaftszeitschrift "New Scientist" in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, beobachteten Experten von zwei Firmen fünf Jahre lang die legendären Pazifik-Riffe, um herauszufinden, welcher Boden die besten Wellen erzeugt.

Als Ergebnis erfanden sie ein System namens Versareef mit einer Gummimatte, die auf die Böden von Schwimmbecken installiert und computergesteuert leicht bewegt wird. Zusammen mit gängigen Wellenmaschinen werden daraus je nach Bedarf und Schwimmbadgröße sanfte, gut 50 Zentimeter hohe Surfwellen oder mehrere Meter hohe Brecher.

Wellenarten

Dem Bericht zufolge können die Surf-Maschinen vier Arten von Wellen erzeugen, die je nach Intensität und Tempo als hawaiianisch, indonesisch, kalifornisch oder australisch bezeichnet werden. Für Anfänger gedacht ist die kalifornische Welle, die langsamer ist und weniger hoch schwappt.

Die hawaiianischen Profi-Brecher von bis zu drei Metern entstehen dagegen, wenn die Wellen im rechten Winkel auf scharfkantige Riffe stoßen. Die ersten drei künstlichen Surf-Riffe soll es ab kommenden Jahr in einem Surfpark in Orlando im US-Bundesstaat Florida geben. Wellenreiter sollen dort bis zu 70 Meter in einem Rutsch gleiten können. Investoren sammelten für Bau und Betriebsstart des Parks bereits neun Millionen Dollar (etwa 7,5 Millionen Euro). (APA)

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