Bald Solar-Straßenbahnen am europäischen Festland

6. Juli 2005, 12:59
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Griechische Städte wollen Umweltverschmutzung vermindern

Athen - Sechs griechische Städte wollen ihrer Belastung durch Abgase mit Hilfe umweltfreundlicher Solar-Straßenbahnen zu Leibe rücken. Die erstmals auf dem europäischen Festland eingesetzten Bahnen aus superleichtem Material sollen sich vorwiegend mit Hilfe von Sonnenkraft fortbewegen. Zur Unterstützung ist jedoch zudem ein Dieselmotor vorgesehen.

Nach griechischen Presseberichten vom Donnerstag soll die erste Strecke bereits in den kommenden zwei Jahren in der südgriechischen Hafenstadt Kalamata gebaut werden. Bisher fahren die Superleichtbahnen den Berichten zufolge nur auf einer rund 800 Meter langen Versuchsstrecke in der britischen Stadt Bristol.

Geschwindigkeit

Die aus einem Waggon mit 76 Plätzen bestehenden Fahrzeuge können durch einen elektrobetriebenen Hauptmotor bis zu 40 Stundenkilometer schnell fahren. An Sonnentagen wird dieser durch Solarzellen auf dem Dach gespeist. Bei bedecktem Himmel bekommt er Unterstützung durch einen kleinen Dieselmotor.

In Kalamata hat der Stadtrat bereits den Bau einer elf Kilometer langen Strecke genehmigt, die zu 85 Prozent aus EU-Mitteln finanziert werden soll. Diese Lösung sei "perfekt für Städte, die von Verkehrsproblemen, Umweltverschmutzung durch Abgase und Staus geplagt sind", sagte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag im griechischen Radio. Auch die Städte Volos, Patras, Iraklion, Rhodos und Larissa haben Interesse bekundet. (APA/dpa)

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