Telecom Italia debütiert an Mailänder Börse

12. Juli 2005, 13:25
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TIM-Aktien nach Fusion mit Telecom Italia vom Handel gestrichen - Investitionen von 200 Mio. Euro für Relaunch der Marke Olivetti geplant

Rom - Am Donnerstag hat an der Mailänder Börse die "Super Telecom Italia" debütiert, die aus der Fusion des Festnetzbetreibers Telecom Italia mit der Mobilfunktochter TIM (Telecom Italia Mobile) entstanden ist. Die TIM-Aktien wurden daraufhin vom Index gestrichen. Mit dem Börsendebüt der "Super Telecom" ist der Fusionsprozess zwischen den beiden Gesellschaften abgeschlossen, den Konzernchef Marco Tronchetti Provera im vergangenen Dezember in die Wege geleitet hatte.

Telecom Italia hat 1,73 eigene Aktien für jede TIM-Aktie angeboten. Die Verschuldung des Konzerns wird durch das Geschäft von derzeit 30 Mrd. Euro auf 44 Mrd. Euro anwachsen. Mit der Fusion will die Telecom Italia die komplexe Kontrollstruktur innerhalb der Gruppe vereinfachen und ihre Schulden abbauen.

Bereits im Vorjahr hatte TI-Chef Marco Tronchetti Provera eine radikale Vereinfachung des komplizierten Schachtelsystems durchgeführt, mit dem sein Reifenkonzern Pirelli die Telecom Italia kontrollierte. Jetzt wurde ein weiterer Schritt zur Rationalisierung der Konzernstruktur unternommen, mit der die beiden TI-Hauptaktionäre, Pirelli und die Modegruppe Benetton, den italienischen Telecom-Konzern kontrollieren.

Inzwischen hegt Telecom-Chef Tronchetti Provera weitere ehrgeizige Projekte. Der Top Manager stellte einen dreijährigen Plan zur Entwicklung der Marke Olivetti vor. 200 Mio. Euro sollen investiert werden, um Olivetti als Produzent von Computerdruckern auf dem globalen Markt aktiv zu unterstützen.

2004 hatte Olivetti einen Umsatz von 601 Mio. Euro gemeldet, was einem Rückgang von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das operative Ergebnis kletterte um vier Prozent auf 44 Mio. Euro. Laut dem Entwicklungsplan soll der Umsatz des Konzerns bis Ende 2007 um 38 Prozent wachsen. (APA)

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