Bundestag verordnet Managern Transparenz

12. Juli 2005, 11:58
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Führungskräfte börsennotierter, deutscher Firmen müssen ab 2007 ihre Bezüge offen legen - SPD, Grüne und CDU/CSU stimmten dafür

Berlin - Manager börsennotierter Unternehmen müssen ab 2007 ihre Gehälter offen legen. Das beschloss der Bundestag am Donnerstag mit den Stimmen von SPD, Grünen und CDU/CSU. Die FDP votierte gegen das Gesetz. Ihr gingen die Vorgaben für die Wirtschaft zu weit. Damit zog die Politik die Konsequenz aus der Weigerung mehrerer DAX-Unternehmen, die Bezüge auf freiwilliger Basis zu publizieren.

Nun müssen die knapp 1.000 börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland den Verdienst, Gewinnbeteiligungen, Pensionsansprüche sowie Abfindungen ihrer Führungskräfte öffentlich machen, falls die große Mehrheit der Aktionäre keinen Einspruch erhebt. Bei Verstößen sind Bußgelder von bis zu 50.000 Euro möglich. Da das Gesetz kommendes Jahr in Kraft tritt und nicht rückwirkend gilt, beginnt die Offenlegungspflicht erst 2007. (APA/AP)

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