US-Musikindustrie verklagt hunderte Internet-Raubkopierer

12. Juli 2005, 15:26
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Neue Klagwelle nach juristischem Sieg vor dem Obersten Gerichtshof

Washington - Im Kampf gegen Raubkopierer hat die US-Musikindustrie zwei Tage nach ihrem juristischen Sieg vor dem Obersten Gerichtshof eine neue Klagewelle gegen Nutzer von Internet-Tauschbörsen gestartet. Die am Mittwoch (Ortszeit) eingereichten Klagen richteten sich gegen 784 Anwender von Gratis-Börsen wie Kazaa, Grokster und Limewire wegen des illegalen Musik-Downloads, teilte der Branchenverband der Musikverlage (RIAA) mit.

Das Oberste Gericht in Washington hatte der US-Musik- und Unterhaltungsindustrie am Montag im Fall "MGM vs. Grokster" Recht gegeben. In der bahnbrechenden gerichtlichen Entscheidung hieß es, dass die Betreiber von Gratisbörsen im Internet unter bestimmten Umständen juristisch haften müssen, wenn Nutzer die Online-Programme für das Raubkopieren nutzen. "Falls es Zweifel gab, sollten diese verschwunden sein - Personen, die ohne Erlaubnis Musik herunterladen, brechen das Gesetz", sagte RIAA-Chef Mitch Bainwol. (APA/AFP)

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