Ermittlungen gegen Shell eingestellt

12. Juli 2005, 15:06
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US-Staatsanwalt: Strafverfahren "wäre derzeit nicht im öffentlichen Interesse"

New York – Das US-Justizministerium hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Ölkonzern Shell eingestellt. Ein Strafverfahren gegen Shell "wäre derzeit nicht im öffentlichen Interesse", teilte der zuständige Staatsanwalt David Kelly am Mittwoch (Ortszeit) in New York mit. Die Ermittlungen waren im vergangenen Jahr eingeleitet worden, nachdem Shell eingeräumt hatte, dass es seine Öl- und Gasreserven in den Jahren 1997 bis 2002 um 4,47 Milliarden Barrel oder 23 Prozent zu hoch angegeben hatte.

Die Einstellung des Verfahrens begründete Kelly auch damit, dass Shell wegen Bilanzbetrugs bereits eine Strafe von 120 Millionen Dollar (99,6 Mio. Euro) zahlen müsse. Weitere Strafen "würden wahrscheinlich schwere und unverhältnismäßige ökonomische Folgen für tausende unschuldiger Shell-Mitarbeiter haben", erklärte der Staatsanwalt. (APA/AP)

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