Sieben Tote bei UN-Einsatz in Armenviertel

4. Juli 2005, 11:40
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Befreiungaktion einer entführten Frau - Sechs Verdächtige festgenommen

Port-au-Prince - Mindestens sieben Menschen sind am Mittwoch in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince bei der Befreiung einer entführten Mitarbeiterin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz durch UNO-Truppen getötet worden. Der Zwischenfall ereignete sich im Armenviertel Bel Air, wo die Einheit der UNO-Schutztruppe MINUSTAH nach eigenen Angaben die Kidnapper ausfindig machte.

Wendy Maude vom Roten Kreuz war am Dienstag entführt worden. Sieben Entführer seien bei den Schießereien auf der Stelle getötet, drei weitere seien verletzt worden, berichtete die MINUSTAH. Angaben über Verletzte oder gar Tote bei den von Brasilien geführten Blauhelmen wurden nicht gemacht. Zuvor hatte die Nationale Polizei von Haiti gemeldet, dass in den vorangegangenen Tagen weitere Entführte befreit worden seien.

Die UNO-Schutztruppe ist seit mehr als einem Jahr in dem in Chaos und Anarchie versinkenden Haiti stationiert. Verschiedene bewaffnete Banden verbreiten mit Entführungen und Morden Angst und Schrecken. Im November sollen unter dem Schutz der Blauhelme demokratische Wahlen abgehalten werden. (APA/dpa)

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    Ein Polizist geht bei einer Schießerei in Port-au-Prince in Deckung

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