Blair: Bush kann nicht zu Kyoto-Protokoll gezwungen werden

4. Juli 2005, 19:53
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Britischer Premier sieht aber in einigen Schlüsselpunkten Übereinstimmung

London - Die USA können nach Ansicht des britischen Premierministers Tony Blair nicht zur Ratifizierung und Umsetzung des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz gezwungen werden. Deshalb sei es auch sinnlos, sich dieses unerreichbare Ziel zur Aufgabe zu machen, sagte der Labour-Parteichef am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP. Dies bedeute, dass es zwischen Europa und den Vereinigten Staaten in diesem Punkt eben Meinungsverschiedenheiten gebe. Zu lösen seien diese nicht.

Andererseits herrsche Übereinstimmung in einigen Schlüsselpunkten, fügte Blair hinzu. So sei man sich einig im generellen Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen zu begrenzen und damit möglichst schnell zu beginnen. Blair hat die Bekämpfung des weltweiten Klimawandels zu einem der Schwerpunkte der britischen G-8-Präsidentschaft erhoben und will dieses Thema auch beim G-8-Gipfel nächste Woche im schottischen Gleneagles zur Sprache bringen. Das Kyoto-Protokoll verpflichtet die Unterzeichnerstaaten dazu, die Emission von Treibhausgasen bis 2012 deutlich unter das Niveau von 1990 zu drücken. (APA/AP)

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