Schüssel fordert Alternative zur Vollmitgliedschaft

1. Juli 2005, 16:27
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"Können Ankara keine exklusive Beitrittsperspektive geben"

Wien - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) hat in Hinblick auf den im Oktober geplanten Verhandlungsbeginn zwischen der EU und der Türkei eine Alternative zur Vollmitgliedschaft in der Union gefordert. "Zwischen einem Vollbeitritt und einem Draußenbleiben sollte es auch andere Formen der Partnerschaft geben", sagte Schüssel in einem Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten" (Donnerstagsausgabe).

Der entscheidende Punkt im Erweiterungsfahrplan der EU sei die Türkei. "Da ist jetzt allen klar, dass die österreichische Position die einzig richtige ist. Wir haben durchgesetzt, dass das Ergebnis der Verhandlungen offen bleiben muss und dass auch die Aufnahmefähigkeit der Union berücksichtigt werden muss."

Auf die Frage, ob die Türkei in den nächsten zehn Jahren beitrittsreif sei, antwortete der Bundeskanzler: "Was die nächsten zehn Jahre betrifft, bin ich kein Prophet. Heute ist sie es nicht. Wir müssen der Türkei einen Weg aufzeigen, der zu Reformen führt, können ihr aber keine exklusive Beitrittsperspektive geben." (APA)

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