Orthopädie statt Babys

1. Juli 2005, 08:07
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LKH Hohenems schließt Geburtenstation - die Schließung ist Teil einer umstrittenen Studie zur Krankenhäuser-Umstrukturierung

Hohenems - Mit Ende 2006 werden im Landeskrankenhaus Hohenems keine Kinder mehr zur Welt kommen. Die Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie wird geschlossen, dafür wird die Orthopädie ausgebaut, gab Landesstatthalter Hans-Peter Bischof (VP) am Mittwoch bekannt. Für gynäkologische Eingriffe und Kinderwunschbehandlungen werde man eine Tagesklinik einrichten, so Bischof.

Die Hohenemser Geburtshilfe (550 bis 600 Geburten pro Jahr) ist für ihr "sanftes" und individuelles Angebot und ihre Stillambulanz bekannt. Die Schließung der Station ist Teil einer umstrittenen Studie zur Krankenhäuser-Umstrukturierung. SP-Vorsitzende Elke Sader: "Wegen des Widerstands versucht die Landesregierung nun, die Studie in kleinen Schritten durchzusetzen." Die Veränderung habe rein wirtschaftliche Gründe, ist Sader überzeugt: "Mit der Orthopädie lässt sich was verdienen." (jub, DER STANDARD Printausgabe 30.6.2005)

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