Gut sehen, gut aussehen

22. Juli 2005, 16:50
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Nicht jedes Gestell passt auf jede Nase - Tipp: Die Gesichtsform sollte sich nie in der Brille wiederholen

Sonnenbrillen: Gut sehen, gut aussehen BILD Nicht jedes Gestell passt auf jede Nase - Tipp: Die Gesichtsform sollte sich nie in der Brille wiederholen

Wien - Gut sehen ist genauso wichtig wie gut aussehen: Sonnenbrillen sind ein topmodisches Accessoire mit einer starken Gesundheitskomponente. Die aktuellen Designer-Kollektionen schirmen nicht nur das UV-empfindliche Auge vor zu viel Sonnenlicht ab, sie punkten auch mit Glamour. Aber nicht jede Sonnenbrille passt auf jede Nase. "Wer gegen seinen Typ aussucht, kauft für die Schublade", weiß Carmen Stummer, eine Frau vom Fach.

Angesagt sind vor allem Modelle im Oversized-Look, wie sie jedem Hollywood-Star gut zu Gesicht stünden: riesig, in ganz Weiß oder Schwarz a la Sophia Loren im Diva-Style. Bei den Farben für Rahmen und Gestelle sind Türkis und Blau - Aqua verströmt Urlaubsstimmung - ebenso gefragt wie frische Weißtöne. Die Klassiker Schwarz und Schoko kommen nie aus der Mode.

Man sollte aber nicht nur der Mode folgen, rät Carmen Stummer, Brillentypberaterin des Linzer Herstellers Silhouette, im APA-Gespräch. Maßgeblich seien Gesichtsform, Augenbrauenlinie, Haarfarbe und Teint, der Kleidungsstil und die Art und Menge der Accessoires. Ein klassisch-eleganter Typ etwa wird mit einer goldenen Klunkerbrille nicht auf Dauer glücklich.

Grundsätzlich gilt laut Stummer: "Die eigene Gesichtsform sollte sich nie direkt in der Brille wiederholen." Bei einem rundlich wirkenden Gesicht werde dieser Eindruck durch eine runde Form noch verstärkt, eckige Gesichter sehen durch markante Brillen streng aus. Schmalen Gesichtern stehen gerade Bügel und kleinere Gläser gut. Ein tief angesetzter Bügel verkürzt lange Gesichter optisch, ein hoch angesetzter Bügel "streckt" kurze, ebenso eine Scheibenform, die sich zum Kinn hin neigt.

Die Größe ist Geschmacksache. Der Augenbrauenbogen gehört bei Sonnenbrillen aber unter den oberen Rand, und das Gestell sollte nicht auf den Wagen aufliegen, sondern wackelt es beim Lachen.

Die modischen Riesen-Shades mit weißem oder schwarzem Rahmen empfiehlt Carmen Stummer vor allem Wintertypen mit dunklen Haaren und olivfarbenem Teint. Herbst- und Frühlingstypen hingegen sollten Schwarz und Weiß meiden, ihr warmer Hautunterton vertrage sich mit besser mit weniger starken Farben.

Bei den Gläsern sollte man vor allem auf die Bedürfnisse der Augen achten: Helle Scheiben sind nicht optimal. "Damit hat man mehr als 50 Prozent weniger Blendschutz als mit dunklen Gläsern. Das Auge wird nicht völlig entspannt", so Stummer. Und mit weniger als garantierten "100-Prozent UV-Schutz" sollte man sich nie zufrieden geben.

In Ruhe probieren und gute Beratung machen Fehlkäufe unwahrscheinlich. "Instinktiv würden es die meisten Kundinnen und Kunden ohnehin richtig machen", meint die Fachfrau. Sie ließen sich nur zu oft von Werbung, Freundinnen oder Ehefrauen irreleiten. (Schluss) gl/gu

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