Plan zur Bewahrung der Ruinen von Machu Picchu

2. Juli 2005, 11:10
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Erhöhung des Eintrittsgeldes und Beschränkung des Besucherzustroms geplant

Lima - Das Nationale Kulturinstitut in Peru hat einen Zehnjahresplan zur Bewahrung der Ruinen von Machu Picchu vorgestellt. Unter anderem soll das Eintrittsgeld zum Besuch der Inka-Festung für Ausländer von 20 auf 30 Dollar (von 16,3 auf 24,5 Euro) erhöht werden, und die Höchstzahl der Touristen soll auf täglich 2500 beschränkt werden. Außerdem sollen laut dem am Donnerstag vorgestellten Plan weitere Maßnahmen zum Schutz von Ruinen, Flora und Fauna entlang des so genannten Inka-Pfads ergriffen werden.

Weltkulturerbe

Die UNESCO, die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, setzte die gut erhaltene Ruinenstadt in den Anden 1983 auf die Liste des Weltkulturerbes. Wachsende Touristenzahlen und unkontrollierte Bautätigkeit in der Umgebung der Festung gefährden die historische Stätte inzwischen. Nach Angaben des Kulturinstituts besuchten 1992 noch lediglich 9.000 Touristen Machu Picchu. Bis 2002 stieg die Zahl auf 150.000 an. In wenigen Jahren sei mit 4.000 bis 5.000 Touristen täglich zu rechnen, hieß es. Die Bewohner der Gegend wehren sich jedoch gegen staatliche Maßnahmen zur Beschränkung des Besucherzustroms.

Machu Picchu wurde im 15. Jahrhundert von den Inkas auf einem Bergkamm in 2.360 Metern Höhe erbaut. Möglicherweise diente die Stadt als religiöse Kultstätte oder sollte den Einfall von Amazonas-Stämmen verhindern. Die über viele Jahrhunderte vergessene architektonische Meisterleistung wurde 1911 von dem US-Archäologen Hiram Bingham wiederentdeckt. (APA)

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    Weltkulturerbe Machu Picchu: Die UNESCO hatte letztes Jahr schon mehrfach ihre "tiefe Sorge" angesichts der chaotischen Entwicklung rund um die 600 Jahre alten Ruinen geäußert.

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