Ulrich Küchl sieht sich "Willkürakt" ausgesetzt

1. Juli 2005, 08:07
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Ex-Regens will wieder Dienst im Priesterseminar aufnehmen

St. Pölten - Ulrich Küchl, ehemaliger Regens des derzeit geschlossenen Priesterseminars St. Pölten, betrachtet die von Diözesanbischof Klaus Küng am Dienstag bekannt gegebenen "Strafmaßnahmen" als "unbegründeten und illegitimen Willkürakt". In einer Stellungnahme verwies er am Mittwoch darauf, er beabsichtige seinen "Dienst als Pfarrer von Eisgarn und Eggern wieder aufzunehmen".

Willkürakt

Küchl betonte in einem Schreiben, dass ihm weder vom Bischof noch von "sonst einer kompetenten Stelle" ein "strafrechtlich relevantes Vergehen gegen eine kirchliche oder staatliche Norm nachgewiesen" worden sei. Daher sehe er in der Aufforderung Küngs, "sich zum Wohl der Kirche und der Gläubigen aus seiner bisherigen Tätigkeit zurückzuziehen", einen "Willkürakt".

Psychotherapeutische Betreuung verweigert

Küchl verwies auch darauf, dass er hinsichtlich der Klärung der Vorwürfe gegen seine Amtsführung "zwei Einladungen" zur Führung diesbezüglicher Dienstgespräche erhalten habe, denen er "nachgekommen" sei. Nicht nachgekommen sei er "lediglich den unzumutbaren Forderungen nach einer zwangsweisen psychotherapeutischen 'Betreuung' und einer nachträglichen gerichtspsychiatrischen Begutachtung".

Das Bischöfliche Sekretariat erklärte am Dienstag, Küchl habe die Zeit "nicht genützt, um die Vorwürfe gegen seine Person zu klären. Zukünftige seelsorgliche Einsatzmöglichkeiten werden für den ehemaligen Regens gesucht. (APA)

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