Thomas Muster stellt sich in Frage

10. Juli 2005, 15:15
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Rolle als Daviscup-Kapitän an Verwirklichung des "Musterlandes" gekoppelt

Graz - Thomas Muster hat am Dienstagabend im ORF-TV-Kurzsport wegen der bisherigen Verzögerungen der Tennisakademie im Rahmen des Projektes "Musterland Steiermark" an der Grazer Stadtgrenze seine Funktion als Daviscup-Kapitän selbst in Frage gestellt: "Ich frage mich, ob mein Job als Daviscup-Kapitän gerechtfertigt ist, weil ich gesagt habe, das ist gekoppelt mit diesem Jugendprojekt?"

Und weiter: "Wenn man Tennis in diesem Bundesland nicht haben will, dann soll es aber auch klar deklariert werden."

Die Pläne der Muster-Akademie, einem Ausbildungszentrum für den Tennisnachwuchs, wurden am Dienstag den Ausschüssen der Parteien im Grazer Gemeinderat vorgelegt, am 7. Juli wird dann darüber abgestimmt. Das Projekt wird vom Land Steiermark und privaten Geldgebern finanziert, die Pläne dafür gibt es seit eineinhalb Jahren. Strittiger Punkt ist ein Teil eines Grünstückes, das umgewidmet werden muss. In der Nähe gibt es eine Landwirtschaftsschule.

In Graz-Straßgang sollen ein Internat, Hallenplätze, Freiplätze sowie ein Regenerationszentrum entstehen. Geplante Fertigstellung war Ende 2005, bis jetzt wurden aber noch kein Stein und kein Quadratmeter Erde bewegt.

Am Standort gibt es bereits ein Tenniszentrum ("Tennisparadies"). Der Fußballklub GAK hatte vor Jahren dort sein Trainingszentrum errichten wollen, ist aber an der Verwirklichung des Projektes gescheitert. (APA)

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