Terrorverdächtige festgenommen

4. Juli 2005, 11:28
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Nach Anschlagsserie im Süden des Landes - Geheimdienst: "Mitglieder einer lokalen Jemaah-Islamiyah-Zelle"

Manila - Die philippinischen Sicherheitskräfte haben drei Terrorverdächtige festgenommen, von denen einer seine Zusammenarbeit mit der Terrorgruppe Jemaah Islamiyah gestanden haben soll. Wie die Behörden in Manila am Mittwoch mitteilten, wurden die drei Männer im Zusammenhang mit einer Serie von Bombenanschlägen im Süden des Landes gesucht, bei der von 2001 bis 2003 Dutzende von Menschen getötet worden waren. Den Verdächtigen wird mehrfacher Mord vorgeworfen. "Sie sind Mitglieder einer lokalen Jemaah-Islamiyah-Zelle in Mindanao", sagte Geheimdienstchef Ismael Rafanan.

Die philippinische Regierung hat in den vergangenen Monaten mehrere Offensiven gegen die moslemische Moro-Befreiungsfront auf der Insel Mindanao eingeleitet. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 hat die US-Regierung ihre Militärhilfe für die Philippinen deutlich ausgebaut. Mit der "Neuen Volksarmee" (NPA), dem militärischen Flügel der Kommunistischen Partei, hatte die Regierung die Friedensgespräche wegen fortgesetzter Angriffe der Rebellen ausgesetzt. Der bewaffnete Widerstand der Kommunistischen Partei und ihres militärischen Arms dauert seit vier Jahrzehnten an. Die kommunistische Rebellion im Süden der Philippinen hatte ihren Höhepunkt in den achtziger Jahren, als etwa 25.000 Aufständische unter Waffen standen. Die KP hat erklärt, ein Friedensabkommen mit der derzeitigen Staatschefin Gloria Macapagal Arroyo sei wegen deren pro-amerikanischer Haltung nicht möglich. (APA/AP/red)

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