Nokia wirft seine Netze aus

7. Juli 2005, 10:11
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Netzwerkservice nimmt stark zum - Viele Firmen wollen auslagern

Nokia Networks, das als Technologielieferant für Handynetzbetreiber trotz eines 25-prozentigen Beitrags zum Umsatz des finnischen Herstellers stets im Schatten der glamouröseren Handysparte steht, sieht durch Kostendruck auf Betreiber und wachsende Komplexität der Technologie sein Geschäft im Aufwind. Einerseits entschließen sich immer mehr Betreiber Teile oder das ganze Netzwerk auszulagern, um schlankere Strukturen zu erzielen. Andererseits erfordert die Mutation vom Handy- zum mobilen Breitband-Datennetz mehr Know-how, das oft besser und billiger von Spezialisten zu haben ist, erklärt Günther Haberler, Geschäftsführer des in Eisenstadt beheimateten Netzwerkteils von Nokia Alps (Österreich und die Schweiz).

Lieferant

Die Folge ist Wachstum für den Netzwerkanbieter, der sich als Lieferant "ganz vorne" sieht - exakte Marktdaten werden von keinem der Anbieter in Österreich (Siemens, Ericsson, Motorola, Alcatel, Nortel nebst Nokia) genannt. Eisenstadt ist für Projekte in der ganzen Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) zuständig und wird darum in den nächsten Jahren seine derzeit 60 Personen starke Mitarbeiterschaft aufstocken. Neue Projekte sind derzeit "Push-To-Talk" (die Nutzung des Handys nach Art eines Walkie-Talkie), was für Mobilkom und T-Mobile gemacht wird.

Weiteres Wachstum erwartet Haberler vom Ausbau des UMTS-Netzes und allen folgenden Upgrades auf noch schnellere Technologien, sowie vom Engagement Nokias für die neue Drahtlostechnik Wi-Max, die vor allem zur Datenversorgung ländlicher Regionen dienen soll. (spu/DER STANDARD, Printausgabe vom 29.06.2005)

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