Union im Sinkflug

13. Juli 2005, 16:24
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Umfrage: CDU/CSU nur noch bei 43 Prozent - Linksbündnis schon bei elf Prozent - Schröder deutlich vor Merkel

Hamburg - Die CDU/CSU hat nach der jüngsten Umfrage von Infratest dimap nochmals ein wenig von ihrem großen Vorsprung verloren. Sie liegt jetzt bundesweit bei 43 Prozent Zustimmung, wie die ARD-"Tagesthemen" am Donnerstagabend berichteten. Unveränderte Werte ermittelte das Meinungsforschungsinstitut im Vergleich zur Vorwoche für die SPD (27 Prozent), die Grünen (8 Prozent) und die FDP (7 Prozent). Das Linksbündnis aus PDS und Wahlalternative WASG legte um einen Punkt auf 11 Prozent zu.

Nach dem Ergebnis der Umfrage käme eine Koalition aus Union und FDP derzeit auf 50 Prozent der Wählerstimmen. Das bedeutete eine klare schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag. Der Abstand auf die anderen Parteien, die demzufolge die Opposition bildeten, betrüge aber nur noch 4 Prozentpunkte.

Linksbündnis im Osten auf Platz zwei

In Ostdeutschland wäre die PDS/WASG (30 Prozent) nur knapp hinter der CDU (32 Prozent) zweitstärkste Kraft. Die SPD verliert im Osten an Boden und würde nur auf 24 Prozent kommen. Die FDP läge bei 5 Prozent, die Grünen bei 3 Prozent der Stimmen. In den alten Bundesländern wäre die Union mit 46 Prozent weiterhin klar jeweils stärkste Partei, mit deutlichem Abstand vor der SPD (27 Prozent). Die Grünen kämen in Westdeutschland auf 10 Prozent, die FDP und die PDS/WASG auf jeweils 7 Prozent der Stimmen.

In der Popularität liegt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wieder deutlich vor seiner Herausforderin Angela Merkel von der CDU. Gäbe es eine Direktwahl des Bundeskanzlers, so erhielte Schröder derzeit 47 Prozent (Vorwoche: 40) und Merkel 37 Prozent (Vorwoche: 36) Prozent. Der Anteil der Unentschiedenen sank entsprechend. (APA/dpa)

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