Amnesty beklagt erneute Abschiebungen von Italien nach Libyen

8. Juli 2005, 16:44
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Menschenrechts­organisation: EU soll "ihr Schweigen brechen"

Brüssel - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) beklagte am Dienstag erneute Abschiebungen von Flüchtlingen von der italienischen Insel Lampedusa nach Libyen. Die italienischen Behörden hätten den Betroffenen die Möglichkeit verweigert, Asyl zu beantragen und fair prüfen zu lassen, erklärte AI in Brüssel. Das widerspreche den Zusicherungen Italiens beim jüngsten EU-Innenministerrat.

Amnesty rief den Ministerrat und die EU-Kommission auf, "ihr Schweigen über die italienische Abschiebepraxis zu brechen" und die Italiener zur Einhaltung internationalen Flüchtlingsrechts zu ermahnen. (APA/dpa)

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