Die Damen-Halbfinale stehen

1. Juli 2005, 15:08
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Und sie bieten zwei ab­solute Kracher: Titel­verteidigerin Scharapo­wa trifft auf Venus Wil­liams, Davenport auf Mauresmo

London - Maria Scharapowa schrie ihre Freude über den Sprung ins Wimbledon-Halbfinale hinaus, doch dort will die wieder erstarkte Venus Williams die Titelverteidigerin beim Tennis-Grand Slam-Turnier auf Rasen am Donnerstag zum Schweigen bringen. Scharapowa gewann am Dienstag 7:6 (6),6:3 im russischen Vergleich gegen Nadja Petrowa und musste dabei die für sie bisher härteste Gegenwehr brechen. Das zweite Semifinale bestreiten am Donnerstag Lindsay Davenport (USA) und Amelie Mauresmo (FRA).

Im Achtelfinale des Herren-Doppels war am Dienstagnachmittag für die Österreicher Julian Knowle/Jürgen Melzer Endstation. Das als Nummer 13 gereihte ÖTV-Duo unterlag der topgesetzten Paarung Jonas Björkman/Max Mirnyi (SWE/BLR-1) nach Zweisatzführung noch mit 7:6 (1),6:4,3:6,4:6,3:6. Für den Deutsch-Wagramer Melzer bedeutete dies erneut eine Fünfsatzniederlage nach einer 2:0-Satzführung. Am Samstag hatte er in der dritten Einzelrunde gegen den Argentinier Guillermo Coria das Nachsehen gehabt.

Scharapowa mühte sich unter erneut blauem Himmel, aber bei böigem Wind einen Satz lang erheblich gegen die Weltranglisten-Achte Nadja Petrowa. Erst zwei krachende Vorhand-Gewinnschläge im Tiebreak und das einzige Break der Partie zum 2:0 im zweiten Satz entledigten die 18-Jährige ihrer größten Sorgen.

"Das war wirklich ein hartes Match. Es war sehr schwer, es zu beenden. Ich freue mich riesig, wieder im Halbfinale zu sein", sagte Scharapowa nach der knapp eineinhalbstündigen Partie, in der sie ihren 22. Sieg auf Rasen nacheinander feierte. Mit der Williams-Familie hat die Wahl-Amerikanerin noch eine Rechnung offen: Die in Wimbledon schon gescheiterte Serena hatte ihr bei den Australian Open vor fünf Monaten mit dem Halbfinal-Sieg den Weg ins Endspiel verbaut und holte sich dort gegen Davenport den Titel.

Pierce im ersten Satz nicht vorhanden

Venus Williams kam beim 6:0,7:6 (10) gegen French-Open-Finalistin Mary Pierce erst am Ende unter Druck und wehrte fünf Satzbälle ab. Im dramatischen Tiebreak vergab Pierce ihre Chancen, ehe Williams beim zweiten Matchball von einem der vielen Fehler der Französin profitierte. "Das war ein unglaublicher Tiebreak. Sie hat Gewinnschläge aus dem Nichts gespielt, aber irgendwie habe ich es geschafft, dran zu bleiben", sagte die einstige Nummer eins der Welt, die ihren Erfolg genauso feierte wie Scharapowa. Die zweifache Wimbledon-Siegerin erreichte erstmals seit zwei Jahren wieder die Vorschlussrunde eines Grand-Slam-Turniers.

Die 1999 in Wimbledon erfolgreiche Davenport, die auch nach dem Turnier Weltranglisten-Erste bleibt, nahm mit 7:6 (1),6:3 Revanche an US-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa. Die am Montag 20 Jahre alt gewordene Russin hatte Davenport auf dem Weg zum Triumph in New York im vorigen September im Halbfinale ausgeschaltet. Mauresmo hatte wenig Mühe beim 6:3,6:4 gegen die letztjährige French-Open-Siegerin Anastasia Myskina aus Russland. Für die frühere Weltranglisten-Erste ist es das dritte Wimbledon-Halbfinale nach 2002 und 2004. (APA/dpa)

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    Maria Scharapowa präsentierte sich souverän.

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