Nokia wertet Standort Eisenstadt auf

12. Juli 2005, 15:26
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Niederlassung wird Zentrum für System-Lösungen im Raum Europa, Mittlerer Osten und Afrika - Neue Arbeitsplätze geplant

Wien - Der weltgrößte Handykonzern Nokia wertet seinen Standort im burgenländischen Eisenstadt auf. Künftig wird die Niederlassung für System-Lösungen für Handynetzbetreiber im gesamten Raum Europa, Mittlerer Osten und Afrika verantwortlich sein.

Im Burgenland sollen dadurch einige "zusätzliche hochqualifizierte Arbeitsplätze" entstehen, versprach der zuständige Nokia-Geschäfstführer Günter Haberler am Dienstag in einer Pressekonferenz - wie viele es tatsächlich sein werden, wird vom Erfolg des neuen Geschäftssegments abhängen. Derzeit hat Nokia Österreich in diesem Bereich 60 Mitarbeiter.

"Push to Talk"-Systeme

Unter anderem wird Nokia von Eisenstadt für Handynetzbetreiber Zahlungssysteme verwaltet, Terminal-Management-Lösungen anbieten, durch die Handys automatisch ohne Zutun des Handybenutzers umkonfiguriert werden kann, und "Push to Talk"-Systeme betreiben.

Bei Push-to-Talk funktioniert das Handy ähnlich wie ein Funkgerät. Durch Drücken eines Sprechknopfes wird eine Verbindung zu einem oder mehreren Teilnehmern eines Adressverzeichnisses aufgebaut. Auf Knopfdruck steht die Verbindung und der Empfänger hört die Nachricht sofort am Handy-Lautsprecher ohne abheben zu müssen.

Einer der ersten Mobilfunker, für den Nokia in Eisenstadt den Betrieb von "Push to Talk" übernimmt, wird die Mobilkom Austria sein. Eine entsprechende Vereinbarung hat Haberler am Dienstag bekannt gegeben. Bei T-Mobile Austria wird Nokia für den neuen Dienst Systemlieferant sein.

Verstärkte Auslagerung

Generell geht der Nokia-Österreich-Geschäftsführer davon aus, dass die Mobilfunkbetreiber immer mehr Serviceleistungen bis hin zum gesamten Netzbetrieb an ihre Technologielieferanten auslagern werden.

"Auch in Österreich kann das ein Thema werden", meint Haberler. Netzwerkausrüster ist Nokia in Österreich derzeit für die Mobilkom, für One und für Hutchison ("3").

Weltweit betreibt betreibt Nokia derzeit 20 Telekom-Netze. Teile der Geschäftsprozesse haben bisher 33 Mobilfunkunternehmen an den Technologiekonzern ausgelagert. Zuletzt hat Nokia bereits ein Viertel seine Konzernumsatzes von insgesamt 7,4 Mrd. Euro im ersten Quartal 2005 im Bereich Services erwirtschaftet. (APA)

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Nokia
  • Nokia Austra-Geschäfstführer Günter Haberler glaubt an weitere Auslagerungen von Seiten der Mobilfunkanbieter.
    foto: nokia

    Nokia Austra-Geschäfstführer Günter Haberler glaubt an weitere Auslagerungen von Seiten der Mobilfunkanbieter.

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