Tierversuchsstatistik 2004: Wieder steigende Zahlen

2. Juli 2005, 19:36
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187.336 Mäuse, Hunde, Pferde, Fische und co. ließen ihr Leben im Dienst der Forschung

Die Zahl der Tierversuche in Österreich ist wieder gestiegen. 187.336 Tiere, und damit um neun Prozent mehr als im Vorjahr, wurden im Jahr 2004 "verbraucht". Wie die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" unter Berufung auf die am Dienstag veröffentlichte amtliche Statistik mitteilte, hätten vor allem die Versuche mit Tieraffen - im Gegensatz zu Menschenaffen - einen signifikant starken Zuwachs zu verbuchen. Aber auch Hunde, Pferde und Fische mussten vermehrt "herhalten".

Während die Tierversuchs-Zahlen im Jahr 2003 erstmals seit 1999 rückläufig waren, hat sich dieser Trend 2004 nicht gehalten: Die aktuelle Zahl reicht beinahe an den Höchststand im Jahr 2002 heran, hieß es. "Vier Pfoten" befürchtet, dass mit einem weiteren Anstieg in Österreich, aber auch in Europa zu rechnen sei.

Mäuse und Ratten am häufigsten betroffen

Am häufigsten wird in der Alpenrepublik an Mäusen und Ratten getestet, die von rund 78 Prozent aller Tierversuche betroffen sind. Während die Verwendung von Katzen, Meerschweinchen, Ziegen, Schafen und Vögeln im vergangenen Jahr rückläufig war, stieg die Zahl von Tierversuchen bei anderen Arten wie Affen, Hunden, Pferden, Hamstern, Kaninchen, Ratten, Mäusen, Amphibien und Fischen zum Teil dramatisch an.

Die meisten Tierversuche werden im Bereich der Forschung und Entwicklung sowie in der Herstellung und Qualitätskontrolle von Produkten und Geräten der Human-, Zahn- und Veterinärmedizin durchgeführt. An dritter Stelle folgt die biologische Grundlagenforschung, so die Tierschutzorganisation. (APA)

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