Auch drittes totes Baby höchstwahrscheinlich von Grazer Paar

1. Juli 2005, 08:07
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DNA-Analyse von in Kübel gefundenem Neugeborenen liegt vor - Voruntersuchung könnte in zwei Monaten abgeschlossen sein

Im Fall der vier toten Babys in Graz ist am Dienstag ein weiteres Teilgutachten bekannt geworden, das die Elternschaft des in Haft befindlichen Paares bei einem dritten Kind "mit größter Wahrscheinlichkeit" bestätigt. Damit kann davon ausgegangen werden, dass zumindest drei der vier in einer Kühltruhe und in Kübeln gefundenen Leichen Kinder der 32-jährigen Frau und ihres 38-jährigen Lebensgefährten sind, hieß es von der Staatsanwaltschaft Graz.

Es handle sich um ein vorläufiges DNA-Gutachten zu einem der beiden in Kübeln einbetonierten Neugeborenen, so der Leiter der Staatsanwaltschaft, Horst Sigl. Nach wie vor offen ist die genetische Analyse das vierte, ebenfalls in einem Kübel gefundenen Kind betreffend.

Abschluss der Voruntersuchungen in etwa zwei Monaten

Einige Gutachten wie ein gynäkologisches und eine psychiatrisches seien ebenfalls noch ausständig. Mit dem Abschluss der Voruntersuchungen sei in etwa zwei Monaten zu rechnen, man wolle sich aber nicht festlegen lassen, so Sigl.

Noch nicht entschieden wurde über die Haftbeschwerde des Lebensgefährten. Der Mann hatte gegen die Verlängerung der U-Haft durch den Untersuchungsrichter Beschwerde erhoben. Nun muss das Oberlandesgericht entscheiden. (APA)

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