Nur zwei von sieben "Billig-Autos" sehr sicher

3. Juli 2005, 21:05
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Unter 10.000-Euro-Autos im ÖAMTC-Crashtest: VW Fox und Citroen C1 bekamen vier von fünf möglichen Sternen

Nur zwei von sieben "Billig-Autos" unter 10.000 Euro bekamen beim aktuellen ÖAMTC-Crashtest ein "Gut". Das gab der Autofahrer-Club am Dienstag bekannt. "Wenig Spitze, viel Mittelklasse", sagte Cheftechniker Max Lang. Nur der VW Fox und der Citroen C1 bekamen vier von fünf möglichen Sternen.

Der Rest - Smart ForTwo, Fiat Panda, Ford KA, Kia Picanto und Dacia Logan - enttäuschte mit mittelmäßigen drei Sternen. "Eine Vier-Stern-Sicherheit muss auch bei Billigautos Standard werden", forderte Lang.

Auch ein billiger Kleinwagen kann sicher sein

Der Fox aber bewies, dass auch ein billiger Kleinwagen sehr sicher sein kann. "Der Überlebensraum der Fahrgastzelle ist beim Frontal-Crash mit 64 km/h weitgehend stabil geblieben", sagte Lang. Auch beim Seiten-Crash mit Tempo 50 hat der Kleine von VW bestanden. Punktabzüge gab es allerdings wegen zu hoher Belastungen im Bereich der Wirbelsäule und des Bauches. An diesen Stellen könnte, so der ÖAMTC-Experte, ein Seitenairbag das Verletzungsrisiko reduzieren.

Bewertung der Kindersicherheit

Beim ÖAMTC-Test wird neben dem Insassenschutz für Erwachsene auch die Kindersicherheit bewertet. Alle Sitze des Fox sind mit Dreipunktgurten ausgestattet. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass alle guten Kindersitze verwendet werden können. Lang: "Ein überzeugender Auftritt. Wünschenswert wären serienmäßige Seiten- und Kopfairbags. Dann sind sogar fünf Sterne realistisch." Auch der Citroen C1 verfügt über eine sehr stabile Fahrgastzelle, blieb aber bei der Kindersicherheit hinter dem Fox. Der auf Platz drei gereihte Smart ForTwo überzeugte nur beim Seiten-Crash.

"Man kann bei den 'Schnäppchenautos' zwar ohne mulmigen Gefühl einsteigen, von Höchst-Standards sind viele aber noch weit entfernt. Die Testsieger machen vor, dass ein sehr hohes Sicherheitsniveau zu einem günstigen Preis sehr wohl möglich ist", bilanzierte der ÖAMTC-Cheftechniker. (APA)

Die detaillierten Ergebnisse und Fotos zum ÖAMTC-Crashtest gibt es unter oeamtc.at/tests
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