Die erste Urlauberreisewelle ist im Anrollen

2. Juli 2005, 11:10
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Autofahrerclubs: Ferienbeginn in Ostösterreich legt vermutlich den Süden lahm - Staus an den Stadtausfahrten und an den Grenzen erwartet

Kommendes Wochenende beginnen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland für 470.000 Schülerinnen und Schüler die langersehnten Sommerferien. Im Zuge dessen haben ARBÖ und ÖAMTC am Dienstag in Aussendungen vor erheblichen Stauungen gewarnt. Schon am Freitag Nachmittag sei mit langen Blechlawinen an den Stadtausfahrten Wiens zu rechnen, denn viele Familien würden gleich nach der Zeugnisverteilung in den Urlaub starten.

Zudem beginnen in den mittleren Niederlanden, in Belgien, der Slowakei sowie in der Tschechischen Republik die Sommerferien. Besonders zuspitzen werde sich die Situation durch zahlreiche Urlauber aus der Slowakei und der Tschechischen Republik, die in Kroatien und Italien Urlaub machen werden, so der ARBÖ.

Die betroffenen Routen

Besonders betroffen wird ab Freitagnachmittag erwartungsgemäß die A23, die Südosttangente, sein. Dort mische sich erfahrungsgemäß der Urlauberreise- mit dem Freitagabend-Verkehr. In weiterer Folge müsse man auch auf der A2, der Südautobahn, mit Behinderungen rechnen. Weitere Staupunkte in Wien: die Triesterstraße, sowie die B17, die Wiener Neustädter Bundesstraße, stadtauswärts. Auch der Wiener Gürtel, sowie die Nordbrücke werden überlastet sein, erwartet der ARBÖ.

Dauerbrenner Tauernautobahn

Ein Höhepunkt der Stauungen ist den Experten zufolge für Samstag zu erwarten. "Dauerbrenner" schlechthin werde die gesamten Sommerferien über die A10, die Tauernautobahn, sein. In beiden Richtungen rechnet der ARBÖ bei den Tunnelportalen des Tauerntunnels zwischen Zederhaus und Flachauwinkel mit kilometerlangen Stauungen und Blockabfertigung. Als Ausweichroute wird die B99, die Katschberg Bundesstraße, empfohlen.

Wer die langen Anfahrten über die Hauptverbindungen geschafft hat, braucht schließlich an den Grenzen gute Nerven. Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf den südlichen Grenzübergängen. Mit Staus und langen Wartezeiten sollte man an den Übergängen zu Slowenien rechnen. Loiblpass, Karawankentunnel und Spielfeld werden vermutlich hoffnungslos überlastet sein. Auch die Grenzen zu Ungarn könnten zum Nadelöhr für zahlreiche Autofahrer werden, vor allem in Nickelsdorf, Klingenbach und Pamhagen. (APA)

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