Neue Online-Shops für eBay-Kunden in den USA

11. Juli 2005, 13:43
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Auf dem Weg zum Dienstleistungsunternehmen für Online-Geschäfte

Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen bietet eBay seinen Kunden in den USA die Möglichkeit, einen eigenen Online-Shop mit festen Preisen zu eröffnen. Angesiedelt ist der neue Service bei der im Jänner von eBay übernommenen Firma ProStores. Ob dies auch für den deutschen Markt angeboten wird, werde noch geprüft, sagte eBay-Sprecherin Katja Harzbecker.

Möglichkeiten

Amerikanische eBay-Händler bekommen bei ProStores die Möglichkeit, ab 6,95 Dollar (5,70 Euro) im Monat einen Shop mit eigener Online-Adresse zu eröffnen und diesen individuell einzurichten. Diese Web-Site kann dann mit dem persönlichen eBay-Auftritt verknüpft werden. Und für die Abwicklung der Zahlungsvorgänge lässt sich das Online-Bezahlsystem PayPal von eBay nutzen. Bei einer erfolgreichen Bestellung im ProStores-Shop werden dann noch Gebühren von 0,5 bis 1,5 Prozent des Kaufpreises fällig.

Shop

Schon jetzt betreibt jeder Dritte der großen eBay-Verkäufer einen eigenen Online-Shop. Das sind etwa professionelle Händler, die Auslaufmodelle von chinesischen Textilfirmen aufkaufen und dann bei eBay weltweit verkaufen, oder Hardware-Händler mit Monatsumsätzen von einigen Millionen Euro. Daneben gibt es aber auch mehr als 100.000 regelmäßige eBay-Verkäufer, die von selbst gestrickten Pullovern bis zu Spendern für PEZ-Bonbons alles Mögliche in großem Stil abzusetzen versuchen und dies ausschließlich über ihre eBay-Präsenz tun.

Damit reagiert eBay auch auf die von Jahr zu Jahr langsam flacher werdende Kurve der Gewinne im Kerngeschäft. Insbesondere in den USA und in Deutschland zeichnet sich eine Sättigung der Marktpenetration ab. Um das Gewinnwachstum im zweistelligen Bereich zu halten expandierte eBay in neue Märkte wie China und Indien, startete aber auch Projekte im Werbegeschäft oder mit Immobilien.

Erfolgreich

Mit weltweit etwa 150 Millionen registrierten Mitgliedern gehört eBay zu den erfolgreichsten Internet-Unternehmen. Das Verhältnis zu manchen eBay-Nutzern gestalte sich nicht immer ganz einfach, räumt die Vorstandsvorsitzende Meg Whitman ein. Da komme man sich manchmal ein bisschen wie ein Politiker vor. "Wir müssen daran arbeiten, die Gefühle unserer Nutzer zu verstehen." Aber eBay habe seine Bemühungen verdoppelt, ihnen mit Innovationen entgegenzukommen. (APA)

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