Kampf dem schleichenden Zahntod

3. Juli 2005, 19:43
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Der September wird als "Monat der Mundgesundheit" ausgerufen

Wien - Der Einsatz einer neuen Früherkennungsmethode für Parodontitis soll Österreichs Münder gesünder werden lassen. Mittels der Parodontalen Grunduntersuchung (PGU) kann Parodontitis frühzeitig erkannt und wirkungsvoll bekämpft werden. Eine gemeinsame Vorsorge-Initiative des Gesundheitsministeriums, der Bundeskurie der Zahnärzte und Colgate Österreich ruft nun im dritten Jahr in Folge den September als "Monat der Mundgesundheit" aus. Mehr als 2.200 Zahnärzte beteiligen sich an der Zahnprophylaxe-Kampagne mit dem Ziel, Österreich als EU-Musterland in der Mundhygiene zu positionieren.

Parodontitis

Parodontitis - der schleichende Zahntod - ist bei Erwachsenen der häufigste Grund für Zahnverlust. Rund 60 Prozent aller Erwachsenen leiden laut Weltgesundheitsorganisation WHO unter behandlungsbedürftigen Zahnfleischerkrankungen. Die Dunkelziffer könnte sogar bei 90 Prozent liegen. Drei von vier Menschen leiden einmal in ihrem Leben unter Parodontitis und rund 70 Prozent der Zahnverluste bei Erwachsenen sind auf diese Erkrankung zurückzuführen.

Die beste Abhilfe gegen Zahnfleischentzündungen ist die richtige und rechtzeitige Vorsorge. "Konsequente und richtig durchgeführte Zahnpflege sowie die regelmäßige professionelle Mundhygiene beim Zahnarzt sind das wirkungsvollste Heilmittel gegen Parodontitis", erklärt der Schweizer Parodontologe Ulrich Saxer.

Diagnose

Parodontitis ist der meist langsam fortschreitende Knochenabbau, der sich schmerzlos und unsichtbar unterhalb des Zahnfleisches abspielt und für den Patienten selbst nur schwer erkennbar ist. Zu den oberflächlich erkennbaren Anzeichen zählen Mundgeruch, Zahnfleischbluten, Verfärbung des Zahnfleisches, Zahnfleischrückgang, geänderte Zahnstellung, gelockerte Zähne und schließlich der Verlust der Zähne. Eine wirkliche Diagnose von Stadium und Auswirkungen einer Parodontitis vermag ausschließlich der Zahnarzt zu geben. (pte)

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