Deutsch-polnischer Preis an Historiker

6. Juli 2005, 12:38
posten
Warschau - Der deutsche Außenminister Joschka Fischer und sein polnischer Amtskollege Daniel Adam Rotfeld haben am Montag den diesjährigen deutsch-polnischen Preis an Anna Wolff-Poweska und Klaus Ziemer vergeben. Die Leiterin des Westinstituts in Posen (Poznan) und der Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau sowie ihre Mitarbeiter erhielten die Auszeichnung für die Rolle der beiden wissenschaftlichen Einrichtungen bei der Aufarbeitung der deutsch-polnischen Vergangenheit.

"Die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland waren und sind nicht leicht. Die Erinnerung an die gemeinsame Geschichte, gerade an die schmerzlichen und schwierigen Momente, ist noch lebendig", sagte Rotfeld. Die Erinnerung an die Vergangenheit müsse jedoch der Zukunft dienen. Fischer unterstrich die Rolle beider Institute beim "Aufbau eines Europas im Zeichen der Versöhnung". Eine echte Annäherung werde es zudem nur geben, wenn beide Seiten die Geschichte des Partners kennen, sagte er. (APA/dpa)

Share if you care.