Alter Streit in Biobranche neu aufgeflammt

12. Juli 2005, 14:46
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Vorwurf des Verkaufs von herkömmlichem Getreide als Biogetreide - Getreideagentur-Chef spricht von "unterster Schublade"

Wien - Der Geschäftsführer der Österreichischen Agentur für Biogetreide (kurz Getreideagentur), Andreas Kocourek, hat derzeit Ärger mit Staatsanwaltschaft und Kunden. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen nicht ordnungsgemäßer Verwendung von herkömmlichem Getreide als Biogetreide.

Vor rund einem Monat habe die Ermittlungen zu einer Strafanzeige geführt, woraufhin Rewe-Austria (Billa, Merkur, Bipa, Emma, Penny, Mondo) als Nutzer der Getreideagentur-Produkte für die Eigenmarkte "Ja!Natürlich" Klage eingebracht hatte, bestätigte Rewe am Montagnachmittag auf APA-Anfrage einen entsprechenden Bericht des Wirtschaftsmagazins "Trend". Kocourek betonte gegenüber der APA, dass keine Klage gegen ihn vorliegt. Rewe präzisierte, dass sich die Tochtergesellschaft "Ja!Natürlich" einem Strafverfahren gegen Kocourek angeschlossen hatte.

Kocourek: "Das ist 'Biomüll'"

Kocourek meinte in einer ersten Reaktion zu den Vorwürfen auf APA-Anfrage, dies sei "Biomüll" und "unterste Schublade". Im "Trend" wird sein Anwalt zitiert, wonach "derartige Vorwürfe in keiner Weise mit der Realität in Einklang zu bringen sind". Bereits vor zwei Jahren wurde Klage gegen Kocourek eingebracht, dieser hatte sich auch der Dachverband der Biobauern, Bio Ernte Austria, angeschlossen. Bio Ernte-Obmann Johannes Tomic zur APA: "Wir wollen eine lückenlose Aufklärung und erwarten erste Ergebnisse in nächster Zeit." Er warnte aber gleichzeitig auch vor einer Vorverurteilung. (APA)

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