Enel will bis 2008 vom Telekomgeschäft aussteigen

5. Juli 2005, 13:48
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Unternehmen wird sich ausschließlich auf Stromsparte konzentrieren

Der italienische Stromkoloss Enel wird sich bis 2008 vom Telekom-Geschäft trennen. In den kommenden drei Jahren wolle der Konzern auch den Anteil veräußern, den Enel nach dem Verkauf seiner Telekomtochter Wind noch halte, sagte Vorstandschef Fulvio Conti der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe). Enel wolle sich als reines Stromunternehmen auf das Kerngeschäft konzentrieren.

12,2 Milliarden Euro

Enel hatte im Mai den Verkauf von Wind an den ägyptischen Investor Naguib Sawiris, den Chef des ägyptischen Telekomkonzerns Orascom, angekündigt. Der ausgehandelte Kaufpreis liegt bei 12,2 Mrd. Euro und deckt die gesamte Verschuldung von Wind in Höhe von 7,2 Mrd. Euro ab.

Ab 2007

"Was den Zeitplan angeht, rechne ich damit, dass wir etwa in der zweiten Jahreshälfte 2007 damit beginnen können, die restlichen 26 Prozent zu verkaufen", erklärte der Manager. Er ergänzte auf die Frage, ob die Veräußerung noch während seiner Amtszeit abgeschlossen sein werde: "Ich nehme an, dass das der Fall ist." Contis Vertrag läuft bis Mai 2008.

Wind ist nach Telecom Italia und den italienischen Operationen von Vodafone drittgrößte italienische Mobilfunk-Firma. Sie ist auch zweitgrößter Festnetzbetreiber nach Telecom Italia. Wind hat insgesamt 28 Millionen Kunden unter Vertrag.(APA)

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