Handytelefonie im Flugzeug ab 2008 Massengeschäft

11. Juli 2005, 14:23
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Studie: Tarife werden bald sinken - Markt könnte jährlich um bis zu 60 Prozent wachsen - Mehr als 100 Millionen User in Europa bis 2010

Telefonieren über das eigene Handy an Bord eines Flugzeugs könnte bereits ab 2008 ein Massengeschäft werden. Zu diesem Schluss kommt eine Marktanalyse des Unternehmensberaters Booz Allen Hamilton. 2010 könnte allein in Europa ein Gebührenvolumen von 2 Mrd. Euro in Flugzeugen anfallen. Die starke Marktdurchdringung der Dienste ab 2008 werde langfristig die Minutenpreise beinahe auf das gewohnte Mobilfunk-Preisniveau absenken.

Ausbau

Um diesen lukrativen Markt zu entwickeln, müssten Airlines und Mobilfunkbetreiber allerdings zügig Allianzen schmieden und tragfähige Geschäftsmodelle entwickeln, um die Angebote zur Handytelefonie im Flieger zur Marktreife zu führen, meint der Unternehmensberater. Spätestens 2008 würden die Technologien für neue Mobilfunkprodukte mit Flugoption so weit entwickelt sein, dass Airlines und Mobilfunkanbieter von "substanziellen, zusätzlichen Erlösen" ausgehen könnten. Der Markt könnte dabei jährlich um 30 bis 60 Prozent wachsen.

Preise

Handykunden müssten fürs Telefonieren an Bord trotz hoher Investitionen zur Einführung der neuen Dienste nur anfangs mit deutlichen deutlichen Zusatzkosten zu den gewöhnlichen Roaming-Tarifen rechnen, meint Booz Allen Hamilton. Die starke Marktdurchdringung der Dienste ab 2008 werde langfristig die Minutenpreise beinahe auf das gewohnte Mobilfunk-Preisniveau absenken. Der zu erwartende Preisdruck der Billig-Airlines verstärke diese Entwicklung. Drei bis fünf Jahre nach der Markteinführung der Handytelefonie an Bord eines Fliegers werde sich das durchschnittliche Preisniveau von anfangs 1 Euro auf 50 bis 75 Cent pro Minute deutlich reduzieren.

Gewöhnlich

Bis 2010 werden Flugreisen mit durchgehender mobiler Erreichbarkeit, abgesehen von Start und Landung, alltäglich sein, schätzt der Unternehmensberater. Mehr als 100 Millionen Flugpassagiere pro Jahr würden diesen Service allein in Europa nutzen.

Mobil

Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat kürzlich eine neue GSM-Basisstation für mobile Sprachtelefonie in Flugzeugen vorgestellt, die bis Ende 2005 auf den Markt gebracht werden soll und es bis zu 60 Passagieren ermöglicht, gleichzeitig nach dem Start und vor der Landung zu telefonieren. (APA)

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