Börsenkandidat Ifa will regelmäßig Dividende zahlen

5. Juli 2005, 13:50
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Deutsches Softwareunternehmen will für 27,50 bis 30,50 Euro je Aktie an die Börse gehen

Die auf Software für Augenärzte spezialisierte ifa systems AG will nach dem Börsengang am 11. Juli den Jahresgewinn schneller als den Umsatz steigern und den Aktionären regelmäßig eine Dividende zahlen.

Dividende

"Wir planen auch für die Zukunft die Ausschüttung von 70 bis 75 Prozent des Gewinns als Dividende", erläuterte Vorstandschef Guido Niemann am Montag auf der Presse- und Analystenkonferenz des Unternehmens zum Börsengang (IPO). Weil die Altaktionäre die IPO-Kosten übernähmen, sei die Dividende auch für dieses Jahr gesichert. 2004 hatte die Gesellschaft ihren Anteilseignern - hauptsächlich Mitarbeiter sowie die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats - bei einem Jahresüberschuss von rund 826.000 Euro eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie gezahlt.

"Fairer Preis"

Bis zum 4. Juli werden die Ifa-Aktien Investoren zu einem Preis von 27,50 bis 30,50 Euro zur Zeichnung angeboten. Die emissionsbegleitende Bank Concord Effekten sieht den fairen Wert der Aktie bei 31,24 Euro. Insgesamt sollen - inklusive einer Mehrzuteilungsoption von 10.000 Papieren - 160.000 Aktien im Freiverkehr der Frankfurter Börse platziert werden. Davon kommen 133.000 von den Altaktionären, 27.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Somit können dem Unternehmen aus dem Börsengang bis zu 824.000 Euro zufließen. 30.000 Aktien werden bevorzugt den Kunden von Ifa Systems zugeteilt. Nach dem IPO beträgt der Streubesitz 23,2 Prozent.

Alles rund ums Auge

Die in Frechen bei Köln ansässige Ifa Systems AG ist nach eigenen Angaben in Deutschland Marktführer bei Software und IT-Dienstleistungen für Augenärzte und Augenkliniken. Monatlich zu zahlende Lizenzgebühren machten 40 Prozent des Umsatzes aus und sorgten für einen stetigen Ertragsfluss, der 80 Prozent der Fixkosten abdecke, erläutert Niemann das Geschäftsmodell. Die Firma beschäftigt 40 Mitarbeiter und erzielte 2004 einen Umsatz von 4,3 Mio. Euro. Im laufenden Jahr soll der Umsatz um rund 25 Prozent wachsen, der Gewinn überproportional zulegen.

Wachstumschancen sieht das Unternehmen in den nächsten Jahren vor allem durch die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland, die bei vielen Ärzten eine Aufrüstung der Computersysteme erfordert. Deshalb will sich Ifa auch zunächst auf das Deutschlandgeschäft konzentrieren und erst ab 2007 über Zukäufe in Europa und den USA expandieren. "Wir wollen mit einer drei- bis vierjährigen Geschichte am Kapitalmarkt aufwarten, um dann für eventuelle Akquisitionen den Kapitalmarkt über eine Kapitalerhöhung anzapfen zu können", erläuterte Vorstandschef Niemann. Bis 2012 sieht die Firma ein Umsatzpotenzial von 20 bis 25 Mio. Euro.(APA/Reuters)

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