Muskel-, Knochen-, Knorpel- und Fettzellen aus Stammzellen gezüchtet

3. Juli 2005, 19:43
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Neue Technik in New Yorker Forschungscenter entwickelt - Keine Hinweise auf Krebs

New York/Wien - Einen Erfolg bei der Herstellung mesenchymaler Zellen - Muskel-, Knochen-, Knorpel- und Fettzellen - aus menschlichen embryonalen Stammzellen meldet das New Yorker Sloan-Kettering Cancer Center. Die Wissenschafter wandten eine neue Technik an, Krebsbildungen - die oft beim Einsatz von embryonalen Stammzellen zu beobachten sind - seien nicht aufgetreten. Die Studie wird im Online-Journal "PLOS Medicine" veröffentlicht.

Die Forscher setzten für ihre Experimente zwei Linien von völlig undifferenzierten menschlichen embryonalen Stammzellen (HESC - für human embryonic stem cells) ein. Sie kultivierten diese Zellen unter Anwesenheit von Mauszellen und stimulierten sie so, sich in mesenchymale Zellen zu entwickeln. Erst dann fügten sie spezielle Wirkstoffe hinzu, worauf sich spezialisierte Knochen-, Knorpel-, Fett- oder Muskelzellen bildeten. Die Wissenschafter konnten nachweisen, dass die Zellen durchwegs menschlich waren - also nicht von Mauszellen unterwandert. Auch fanden sich keinerlei Hinweise auf Krebs-Bildungen.

Beliebige Menge an spezialisierten Zellen möglich

Mesenchymale Vorläuferzellen aus HESC unterscheiden sich von im Körper vorkommenden adulten mesenchymalen Zellen, als sie sich nicht nur in Fett, Knorpel oder Knochen, sondern eben auch in Muskeln entwickeln können. Mit der neuen Methode könnten praktisch beliebige Mengen an spezialisierten Zellen hergestellt werden. (APA)

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    Die Grundlage der neuen Methode zur Produktion von Knochen- und Knorpelzellen: Eine embryonale Stammzelle.

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