MAN will Personalkosten deutlich senken

12. Juli 2005, 15:08
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100 Millionen Euro Einsparungen in Deutschland und Österreich in drei Jahren angestrebt - Kein Personalabbau in Österreich geplant

Frankfurt - Der deutsche Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN will an seinen Standorten in Deutschland und Österreich in drei Jahren die Personalkosten um 100 Mio. Euro senken. Das sagte der Chef der MAN-Nutzfahrzeugsparte, Anton Weinmann, der Zeitung "Euro am Sonntag".

An den Standorten in Österreich (Steyr und Wien) sollen dabei insgesamt 20 Millionen Euro eingespart werden, teilte MAN Österreich auf APA-Anfrage mit. Das bedeute aber nicht, dass es zu Personalabbau kommen werde, betonte eine Sprecherin.

Insgesamt sollen in den kommenden Jahren 150 Mio. Euro eingespart werden.

Die Senkung der Personalkosten sei ein kontinuierlicher Prozess, bei dem es darum gehe, "alte Zöpfe" von Betriebsvereinbarungen zu überprüfen. Gestrichen werden soll z.B. das Milchgeld für Schweißer sowie viele andere kleine Kostenfaktoren. Die neuen Betriebsvereinbarungen würden für neue Dienstverträge mit Sicherheit kommen, über bestehende Verträge werde man reden müssen, heißt es aus dem Unternehmen.

Neues Werk in Krakau oder Kosice

Sein neues Lkw-Werk in Osteuropa wird MAN entweder in Polen oder in der Slowakei errichten. "Gegenwärtig sind nur noch zwei Alternativen im Rennen: Krakau in Polen und Kosice in der Slowakei", so Weinmann. Das Werk soll Ende 2007 in Betrieb gehen und bis zu 15.000 schwere Lastwagen pro Jahr fertigen. Mit dem neuen Werk will sich MAN Nutzfahrzeuge Wachstumspotenzial in Osteuropa erschließen. (APA/Reuters)

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MAN AG
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