Werbung kommt ins Spiel

26. Juli 2005, 13:31
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In-Game-Werbung und Advergaming wachsen bis 2009 kräftig

Das kräftige Wachstum der Game-Industrie bringt auch die Werbung ins Spiel. Der Marktforscher Kagan Research geht in einem aktuellen Bericht davon aus, dass in 54 Mio. US-Haushalten bis 2010 mindestens eine Spielkonsole steht. Mobile Konsolen kommen noch dazu. Mit Game-Software wurde 2004 alleine in den USA 6,3 Mrd. Dollar umgesetzt, 2008 sollen es acht Mrd. Dollar sein. Immer mehr Menschen spielen am PC oder mit Playstation & Co. Sie sind meist männlich, zwischen 18 und 35 Jahren und verbringen oft mehr Zeit mit Spielen als mit Fernsehen und Radio. Ein Grund, warum sich für die Werbewirtschaft die Frage stellt, wie diese Zielgruppe am besten zu erreichen ist.

Platzierung

Bei einem Game gibt es kaum Pausen, schon gar keine Werbepausen. Die Werbung muss also direkt ins Spiel. Der US-Marktforscher Yankee Group unterscheidet zwei Arten der Game-Werbung: Bei der In-Game-Werbung werden Produkte wie in Film und Fernsehen in der Handlung integriert. Dabei haben Umfragen in der Vergangenheit ergeben, dass derartige Werbung bei den Spielern akzeptiert ist. Solange sie den Spielablauf nicht stört und nicht künstlich platziert ist, fördert sie sogar den Realismus der Spielwelten. Beim Advergaming ist das Spiel selbst das Werbemittel. Das Game wird speziell für ein Produkt oder rund um Produkte entwickelt. Bisher sind die Ausgaben für Advergaming in den USA immer höher gewesen als für In-Game-Werbung. 2006 wird das "Product Placement in Games" das Advergaming erstmals überholen, so die Yankee Group.

Ausgaben

Für Advergaming wurden in den USA 2004 rund 83,6 Mio. Dollar ausgegeben, für In-Game-Werbung nur 34 Mio. Dollar. 2005 wird sich die Werbung in Games auf knapp 72 Mio. Dollar verdoppeln, so die Yankee Group. Advergaming wächst langsamer und erreicht bis Jahresende ein Volumen von rund 114 Mio. Dollar. 2006 wird In-Game mit über 173 Mio. Dollar den Bereich Advergaming mit 153,3 Mio. Dollar erstmals überholen. Bis 2009 rechnet die Yankee Group mit einem deutlichen Vorsprung der In-Game-Werbung (562,5 Mio. Dollar) vor Advergaming (312,2 Mio. Dollar). (pte)

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