Frauen für die wirkungsvolle Interessensvertretung

8. Juli 2005, 13:55
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Prammer: Europäische Sozialpolitik muss mehr auf Frauen eingehen

Wien - "Für eine europäische Sozialpolitik, die vermehrt auf die Bedürfnissen von Frauen eingeht, sprach sich die Zweite Nationalratspräsidentin und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende, Barbara Prammer, bei der SPE-Ratstagung am Freitag aus. Es sei kein Wunder, so Prammer laut Aussendung vom Samstag, dass gerade die Skepsis und Unzufriedenheit mit der EU immer mehr unter den Frauen verbreitet sei.

Europa müsse Konzepte gegen die steigende Arbeitslosigkeit entwickeln. Immer mehr Frauen seien von Armut betroffen und unsoziale Maßnahmen würden Frauen besonders hart treffen.

"Nur Frauen können die Interessen von Frauen glaubhaft und wirkungsvoll vertreten." Es sei daher unerlässlich, dass Frauen eine starke Stimme und Position bekommen. Den Vorschlag, dass sich die SP-Arbeitsgruppen jeweils aus mindestens 40 Prozent Frauen und Männern zusammensetzen, bezeichnete Prammer als "viel zu wenig weitreichend".

Beispiel

Europäische SozialdemokratInnen sollen Beispiel gebend sein. Die Parteien müssen sich, so Prammer, zur Quotenregelung bekennen und diese auch umsetzen. Als Beispiel führte Prammer den österreichischen Vorschlag an, der einen jährlichen Fortschrittsbericht verlangt.

In diesem Bericht würde genau angeführt werden, welche Verbesserungen die Partei erreicht habe. Sollten vorgeschlagene Maßnahmen noch nicht umgesetzt sein, so müssen die Gründe genau angeführt werden. "Nur so haben wir eine Chance, überkommene Strukturen aufzubrechen", so Prammer abschließend. (APA)

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