Münchner Filmfest: Förderpreis für Byambasuren Davaa

5. Juli 2005, 21:46
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Für "Die Höhle des gelben Hundes"

München - Mit dem Förderpreis Deutscher Film ist am Mittwoch auf dem Münchner Filmfest die Regisseurin Byambasuren Davaa für ihren Film "Die Höhle des gelben Hundes" ausgezeichnet worden. Den Drehbuchpreis erhielten Emily Atef und Esther Bernsdorff für "Molly's Way". Als Schauspieler wurden Maria Kwiatkowsky ("Liebe Amelie") und Constantin von Jascheroff ("Falscher Bekenner") geehrt. Der von HypoVereinsbank, Bavaria Film und Bayerischer Rundfunk zum fünften Mal vergebene Preis ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert, 30.000 davon für den Regiepreis.

Die Oscar-nominierte junge Münchner Regisseurin ("Die Geschichte vom weinenden Kamel") habe mit ihrem HFF-Abschlussfilm vom Leben einer mongolischen Nomadenfamilie "ein großartiges Filmteam zu einer beeindruckenden Gesamtleistung geführt", urteilte die Jury. Byambasuren Davaa inszeniere ihre Laiendarsteller mit großem Einfühlungsvermögen und Genauigkeit. "Sie schafft Situationen, die uns in gewaltigen Bildern tief in die Herzen ihrer Figuren schauen lassen." Zu der Jury zählte in diesem Jahr auch die Schauspielerin Alexandra Maria Lara ("Der Untergang").

Je 5.000 Euro erhielten Maria Kwiatkowski für ihre Rolle in "Liebe Amelie" von Maris Pfeifer und Constantin von Jascheroff für seine Darstellung in "Falscher Bekenner" von Christoph Hochhäusler. Bei Maria Kwiatkowsky stimme jedes Wort, jeder Ton, jeder Zwischen- Ton, hieß es. Constantin von Jascheroff gelinge mit einem Minimum an Ausdruck ein Maximum an Intensität. Beim mit 10.000 Euro verbundenen Drehbuchpreis lobte die Jury die Erzählerinnen Bernstorff und Atef, die ihre Figuren und die Welt in der sie sich bewegen so gut wie sich selbst kennen. Struktur werde hier nicht zum Selbstzweck, sondern wirke still und stark im Hintergrund.

Nominiert waren auch einige Filme mit österreichischer Beteiligung: unter anderen die österreichisch-deutsche Koproduktion "Schläfer", der Film "Hastig werden wir leiser" des aus Bregenz stammenden Regisseurs und Schauspielers Roland Lang sowie der deutsche Film "Die Quereinsteigerinnen" mit der österreichischen Schauspielerin Nina Proll.

Die "Short-Tiger"-Prämierten

Mit dem Kurzfilmpreis "Short Tiger" der Filmförderungsanstalt (FFA) sind am Montagabend auf dem Münchner Filmfest die Regisseure Jonathan Greenfield für "Chaim" und Sonja Heise für "Christina ohne Kaufmann" ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit je 25.000 Euro dotiert.

Die Jury mit der Schauspielerin Christiane Paul habe sich unter 34 eingereichten Beiträgen aus zehn Filmhochschulen einstimmig für diese beiden Filme entschieden, teilte die FFA am Dienstag mit. Förderpreise von je 15.000 Euro wurden den Regisseuren Dondü Kilic für "Namus", Bastian Schweitzer für "Gigolo", Ozgür Yildrim für "Alim Market" sowie Izabela Plucinska für ihren Animationsfilm "Jam Session" zuerkannt.(APA/dpa)

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