Schwarze Freitage für die "ZiB 1"

19. Juli 2005, 16:23
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Von einem historischen Tiefststand sprechen hochrangige ORF-Mitarbeiter: Nur 774.000 bei wichtigsten ORF-Nachrichten - Mit Grafik

Von einem historischen Tiefststand sprechen hochrangige ORF-Mitarbeiter: Die "ZiB 1" am Freitag vor einer Woche sahen nur 786.000 Menschen.

Wenn es ein Rekord war, er hielt nur eine Woche: Diesen Freitag unterbot ihn die wichtigste Nachrichtensendung des ORF mit 774.000. Marktanteil in Kabel- und Satellitenhaushalten: 48 Prozent.

Österreichweit waren es 56 Prozent. 1997 hatte die "ZiB 1" im Schnitt von Jänner bis Mai noch 75 Prozent (Grafik). Bei Sehern bis 29 verlor sie von 1997 51,3 auf nun 33,5 Prozent Marktanteil.

Die Opposition führt die schwindenden Zuschauer darauf zurück, dass die "ZiB" Kritik an der Regierung und für diese heikle Themen tunlichst ausblende. TV-Chefredakteur Werner Mück weist derlei regelmäßig zurück. Seine Begründung (neben "Diskussionsverweigerung" der Politik): "Die Zeit des abendlichen Familienrituals der ,Zeit im Bild' ist längst vorbei."

Für "Bundesland heute" direkt vor der "ZiB 1" gilt das so nicht: 901.000 sahen "heute" an beiden schwarzen "ZiB"-Freitagen in ORF 2. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 27.6.2005)

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    grafik: der standard
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