Rechtliche Schritte gegen Rasenflitzer?

11. Juli 2005, 15:06
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Nach dem vierten Zwischenfall kündigen WM-Organisatoren härtere Konsequenzen an

Nürnberg - Nach dem vierten Zwischenfall mit einem "Rasenflitzer" beim Confederations Cup haben die deutschen WM-Organisatoren härtere Konsequenzen angekündigt. "Wir prüfen, welche juristischen Schritte man gegen solche Personen unternehmen kann", sagte OK-Sprecher Gerd Graus am Sonntag.

Beim 2:3 im Halbfinale der deutschen Mannschaft gegen Brasilien war in der 7. Spielminute ein junger Mann mit einer Fahne in der Hand auf das Spielfeld des Nürnberger Frankenstadions gestürmt und erst nach einer Verfolgungsjagd auf dem Rasen gestoppt worden.

Werbung für spanische Diskothek

"Das hat eine neue Qualität erreicht, weil der Fan anscheinend beauftragt worden war, Werbung für eine spanische Discothek zu machen", erklärte Graus. Der Mann, der auf Brasiliens Stürmer Robinho zugelaufen war, trug ein schwarzes T-Shirt und eine Fahne mit einer entsprechenden Aufschrift.

"Die ganzen Versuche, auf das Feld zu kommen, sind kein Spaß", betonte Graus. Das Nürnberger Publikum reagierte mit Pfiffen auf die erneute Flitzer-Attacke, Deutschlands Teamchef Jürgen Klinsmann verlangte bessere Vorsorge-Maßnahmen. "Das ist ärgerlich und sehr unerfreulich. Das Organisationskomitee hat den Auftrag, dass das verhindert wird", erklärte der Bundestrainer.

Training für die Ordner

Graus kündigte neben der Prüfung juristischer Schritte bereits ein spezielles Training der Ordner an. An den zaunlosen Stadien aber wird das Organisationskomitee festhalten, wie Graus erneut betonte: "Klar ist, dass wir die Zäune in den Stadien nicht zurückhaben wollen." (APA/dpa)

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