Rallye: WM-Rekord für Loeb

15. Juli 2005, 22:14
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Fünfter Sieg ensuite beim Akropolis-Triumph für den Weltmeister - Stohl probierte am zweiten "Testtag" neue Bremsen

Lamia/Griechenland - Und noch einmal "Super Seb". Der 31-jährige Elsässer Sebastien Loeb hat am Sonntag die Akropolis-Rallye gewonnen, damit den fünften Sieg en suite gelandet und einen neuen WM-Rekord aufgestellt. Es ist schon sein sechster Saisonerfolg in acht Läufen, und im Kampf um den Titel hat der Citroen-Pilot zur Halbzeit 23 Zähler Vorsprung auf den zweitplatzierten Norweger Petter Solberg im Subaru Impreza, der in seinem völlig verpatzten Griechenland-Auftritt nur Neunter wurde.

Loeb ist am Sonntag kein Risíko mehr eingegangen, der Vorsprung nach der zweiten Etappe auf seinen ersten Verfolger Toni Gardemeister (FIN/Ford Focus) war mit 1:24,56 Minuten komfortabel genug. "Das Auto lief perfekt, die neuen Prüfungen haben mir gefallen. Ich wollte aber kein Risiko nehmen", sagte der frühere Weltklasse-Kunstturner, der trotzdem eine der vier Sonntag-Sonderprüfungen für sich entschied und es auf zwölf erste Plätze in den 19 SP brachte.

Hinter Gardemeister (1:36,2 Minuten hinter Loeb) beendete Sainz sein definitiv letztes WM-Rennen als Dritter (+2:11,1) auf dem Podium. "Ich habe das Tempo dosiert, ich wollte unbedingt das Ziel sehen", sagte der Spanier, der künftig für VW Marathon-Rallyes bestreiten wird und ein Antreten bei der berühmten "Dakar" im Jänner 2006 eingeplant hat. Auf Platz vier landete Marcus Grönholm im Peugeot 307, das Team verliert die Führung in der Konstrukteurswertung an Citroen.

Manfred Stohl/Ilka Minor haben an ihrem zweiten "Testtag" - im Rahmen der "SupeRally" waren sie trotz Out am Freitag auch am Wochenende am Start - neue Bremsen am Citroen Xsara WRC probiert. Das Duo fliegt nach den vor allem am Samstag guten SP-Zeiten (zwei dritte, zwei vierte Plätze) mit neuer Motivation zum nächsten WM-Lauf in Argentinien (15.-17. Juli). "Schade, dass wir hier nicht mehr um Punkte fahren konnten, aber das ist schon abgehakt", blickt der 32-jährige Wiener nach vorne. Der spanische OMV-Pilot Xavier Pons beendete sein Debüt im Citroen Xsara WRC an zehnter Stelle.

Bei Kronos Racing war in Griechenland Colin McRae ein häufig gesehener Gast und es tauchte das Gerücht auf, er könnte für das OMV World Rally Team in Wales Mitte September fahren, denn der Bolide des Spaniers Pons ist im zwölften WM-Lauf frei. Wahrscheinlich ist aber eher, dass der schottische Ex-Weltmeister ein WRC für seinen Super-1600-Schützling Kris Meeke sucht, der ebenfalls von der belgischen Tuning-Schmiede betreut wird. Denn McRae ist auch heute noch sein Geld wert und (um)sonst sicher nicht zu haben. Kronos-Racing-Chef Marc van Dalen wollte sich dazu nicht näher äußern, nur soviel. "Die Kosten sind das Problem." (APA)

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    Sebastian Loeb dominiert mit dem Citroen Xsara die Rallye-WM nach belieben.

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