Mehr als 20 Soldaten bei Kämpfen getötet

11. Juli 2005, 07:42
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Feuergefechte im Südwesten und Nordosten des Landes - Zahlreiche Vermisste

Bogota - In Kolumbien haben linksgerichtete Rebellen am Samstag mehr als 20 Soldaten getötet. Weitere 18 Soldaten würden noch vermisst, teilten die Streitkräfte mit. Allein bei einem Feuergefecht in der Region Putumayo im Südwesten des Landes kamen mindestens 17 Soldaten ums Leben, sagte ein Armeesprecher. Zu dem Kampf war es gekommen, nachdem die FARC-Rebellen ("Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens") einen Armeekonvoi in der Nähe der Stadt Puerto Asis an der Grenze zu Ecuador angegriffen hatten.

Bei einem weiteren Zwischenfall im Nordosten des Landes nahe der venezolanischen Grenze kamen sechs Soldaten ums Leben, als Regierungstruppen mit Luftunterstützung auf die linken Rebellen losgingen. Heuer starben bereits 200 Soldaten bei Kämpfen mit den Untergrundkämpfern.

FARC intensivieren Angriffe

Die FARC kämpfen seit mehr als vier Jahrzehnten für eine sozialistische Revolution in dem südamerikanischen Land. Sie haben ihre Angriffe jüngst intensiviert, nachdem der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe eine zweijährige relative Ruhe im Bürgerkrieg zur Stärkung der Verteidigungskapazitäten genutzt hatte. Uribe macht sich bei der für kommendes Jahr geplanten Präsidentenwahl Hoffnungen auf eine zweite Amtszeit und will dabei vor allem seine Erfolge beim Kampf gegen linke Rebellen, rechte Paramilitärs und den Drogenhandel hervorstreichen. (APA/AP/AFP/Reuters)

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