Die Wahl von Johannes Hahn zum Wiener Parteichef war Formsache – der dazu nötige Landesparteitag eine Wahlkampfveranstaltung. Einziges Angriffsziel: SP-Bürgermeister Michael Häupl. Der "Meister der tiefen Töne", wie ÖVP-Bundeschef Schüssel meint.
Wien – Die Stoßrichtung beim 31. Landesparteitag der Wiener ÖVP am Freitag gab Bundesparteichef, Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, vor: mit ganzer Kraft gegen Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ).
Das Leitmotiv aller Redner in der Halle E des Museumsquartiers: Zuerst übernahm es der scheidende Landesparteichef Alfred Finz, dann wurde es von seinem Nachfolger Johannes Hahn ausgewalzt.
Schüssel eröffnete: Häupl sei "der Meister der tiefen Töne, des niedrigen Niveaus", die SPÖ schon lange keine Arbeiterpartei mehr. Denn: "Wer schon Monate vorher nicht arbeiten will und zu den Urnen ruft, verdient diesen Namen nicht." Häupl will bekanntlich die Wiener Landtagswahl vom regulären Termin im März 2006 in den Oktober 2005 vorverlegen. Die
ÖVP arbeite hingegen "bis zur letzten Minute", daher sei auch sie die wahre Arbeiterpartei, folgerte der Kanzler.
Häupls Angebot eines "Wahl-Super Sundays" mit vorverlegter Nationalratswahl diene nur dazu, nicht über Wien reden zu müssen. "Ein direktes Duell mit mir hätte Häupl haben können", so Schüssel, er hätte als SP-Vorsitzender "nur antreten müssen".
Für die VP-Wien sieht er "hervorragende Chancen": Die SPÖ befinde sich im satten Vorgefühl, die absolute Mehrheit im Sack zu haben. "Aber man kann sich täuschen. Ihr werdet dafür sorgen, dass sich die roten Hausmeister in Wien täuschen", rief er seine Parteifreunde zu. Im Übrigen habe die SPÖ mit den Geschäften mit der Bank Austria/Creditanstalt eine "Volksvermögensvernichtung von etwa einer Milliarde Euro" zu verantworten.
Die Sozialdemokraten hätten bei jeder neuen Entwicklung in Sachen Bank-Austria mit "hundertprozentiger Verlässlichkeit" falsch entschieden, übernahm später Johannes Hahn den Ball. Die Wiener SP liege im "Machtrausch" und die Stadt sei im "Würgegriff von wenigen Leuten, die sie unter dem Einsatz unglaublicher finanzieller Mittel fest in ihren Händen halten". Einzige Kontrollpartei sei die ÖVP. Hahn: "Ich stehe für eine bürgerliche Plattform, die für alle offen ist, im Interesse dieser Stadt."
Ziel zweiter Platz
Die ÖVP wolle in Wien bei der Wahl im Herbst die zweitstärkste Partei werden: "Und zwar aus eigener Kraft und nicht weil sich andere atomisieren." Angepeilt wird demnach ein Ergebnis von mehr als 20 Prozent. "Das rote Wien steht nicht unter Denkmalschutz, auch der Eiserne Vorhang ist einmal gefallen", sagte Hahn. Die letzte Umfrage – Auftraggeber war die SPÖ – sieht die ÖVP allerdings nur an der dritten Stelle. Sie bekäme demnach 18 Prozent und liegt hinter den Grünen mit 21 und der SPÖ mit 51 Prozent.
Zumindest bei der Wahl zum Landesparteichef gab es für Hahn keine böse Überraschung: Der 47-Jährige wurde mit 95,7 Prozent der Delegiertenstimmen gekürt. Seine neuen Stellvertreter sind die Nationalratsabgeordneten Ulrike Baumgartner-Gabitzer und Ferry Maier sowie der Gemeinderat Wolfgang Ulm. Gabriele Tamandl verbleibt in dieser Position.
Der Parteitag der Volkspartei klang mit einem Sommerfest im Museumsquartier jedenfalls so aus, wie sich viele an diesem Tag abgemüht hatten, zu wirken: jung und urban. (DER STANDARD, pm, Printausgabe, 25./26.6.2005)
oder nicht - vp hat jedenfalls keinen - siehe wortwahl undpostings. haben die schwarzen mammas ihren lausejungen keine manieren beigebracht? wurden dem wolferl und dem gio nicht die ohrwaschel langgezogen? anscheinend - denn sonst hätten sie manieren und wüssten um eine ordentliche sprache, auch in wahlkampfzeiten
Ganz genau. Man könnte auch wie folgt formulieren:
"Will dringend einigen Personen auf den Schädel scheißen. Suche daher Leute, die zu diesem Zweck ihren Kopf herhalten, Arbeiter bevorzugt."
P.S.: Der Hahn ist doch der mit den peinlichen Plakaten? Wo sie mit "Bauern" im Rapsfeld stehen und eine ist nur eingescannt?
das mit der "richtigen sau" ist natürlich eine infame unterstellung böser subjekte:
unser allseits geliebter herr bundeskanzler hat damals in wahrheit gesagt:
"der ist richtig SAUBER!"
und das haben einige halt so gehört, wie sie es hören wollten.
weil: so tief sinkt ja kein schwarzer, ned wahr.
;o)
Wer nicht richtig zuhört, wenn in dieser Regierung Humpen zu Dumpen sprechen ist richtig sauber.
Ein unpatriotischer, champagnerisierender Österreichvernaderer wer nicht klar Dump statt Lump vernommen hat. Außerdem kenn doch jeder einen Dump, aber was blop ist ein Lump?
:-)
wenn man sich ein wenig mit der sprachkultur von jörg haider beschäftigt hat, die ja eine bestimmte gesinnung verrät, dann stellt man fest, daß eine arbeit "schüssel light " sehr ergiebig wäre.
schüssel meinte vor einiger zeit, so habe ich in erinnerung, daß ihm der begriff "reformpeitsche" gut gefiele, eigentlich ein sadistische bilder hervorrufende bezeichnung für "anreiz" zu reformen.
schüssel arbeitet immer mehr mit "feindbildern"(sozialdemokraten) ein äußerst demagisches vorgehen.
er vergißt auch eigene vorgangsweisen in der vergangenheit, wie mitbeteiligung am budget seit 1987 und versucht laufend eigenes versagen anderen anzuhängen.
diese vorgangsweise hat zur "entzauberung" dieses blenders geführt und das ist gut.
wird. Da kann er sich wehement dagegenstemmen wie er will. Wien beginnt an der Ortseinfahrt, denn wie uns dort swchon die Tafeln sagen "Wien ist anders".
Bleibts draussen ihr Schwarzen, es reicht schon, dass ihr so weit gekommen seit.
Er weiss, dass die Wähler, die die ÖVP in Wien den anderen Parteien abwerben muß, um ihr Ergebnis zu verbessern in erster Linie ernüchterte rote Arbeiter sind.
Will er dieses Publikum ansprechen, hat es wenig Sinn, sich der feinen Klinge zu bedienen. Sie verstehen, was ich meine...
daß Häupl weniger das Finanzbürgertum anspricht als Schüssel, aber er versteigt sich jedenfalls nicht in die völlige Niveaulosigkeit. ("Hausmeister", "tiefe Töne", "niedriges Niveau")
Wenn sich Schüssel dann noch als persönlicher Konkurrent aufplustert, muß man sich fragen, ob Schüssel noch weiß in welcher Liga er selbst spielt.
dass wir mittlerweile so wenig Polizei auf der Straße haben, dass selbst bei uns im 1. Bezirk Drogendealer ungehindert prosperierende Straßengeschäfte machen und besoffene Rechtsradikale mitten in der Nacht judenfeindliche Lieder skandierend durch die Gassen ziehen können.
Auch Sprayer und Hauswandbeschmierer haben ein unbeschwertes Leben.
Aber, um die Absolute zu halten, buhlt er eben auch um diese Wählerschichten.
Das ist das Problem, und nicht irgendwelche kleinen roten Hausmeister, Herr Schüssel!
Lieber Russki, vielleicht solltest du dich mal informieren, aber die Polizei untersteht der Verantwortung des Innenministers, und er kürzt die Anzahl der Polizisten, da kann kein Landespolitiker etwas machen.
Und wenns das jetzt immer noch nicht kapiert haben, dann gehens bitte nochmals in die Schule, nötig haben Sie es ja.
bei kürzungen im polizeibereich gab und gibt es immer auch gespräche mit der jeweiligen landesregierung und dem landeshauptmann
und soweit ich mich erinnere hat sich häupl nicht erst einmal selbst gelobt dass er streichungen im wiener polizeiapparat verhindert hat
aber das wird wohl gerne vergessen ... ;)
mfg
smoky
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