World of Warcraft pusht Markt für Online-Games

17. Juli 2005, 09:36
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NCSoft freut sich über Konkurrenz und sieht kräftiges Wachstum für MMOG

Massively Multiplayer Online Games (MMOG) werden künftig ein rasant wachsender Sektor der Gamebranche sein. Vor allem das Online-Game "World of Warcraft" der Softwareschmiede Blizzard hat das Interesse der Konsumenten geweckt und einen positiven Wettbewerb in den Markt für MMOG gebracht. Diese Meinung vertritt Robert Garriott, Nordamerika-Chef des koreanischen Unternehmens NCSoft, berichtet das Portal gamesindustry. NCSoft ist der weltweit größte Betreiber von MMOGs. Blizzard habe durch die MMOG-Version von Warcraft ein "völlig neues Segment" an Spielern eingebracht, die vorher noch nie MMOGs gespielt haben.

Wachstumsmotoren

Die Konkurrenz durch gute Spiele wie "World of Warcraft" sei einer von drei Faktoren für das künftige Wachstum von NCSoft und dem MMOG-Markt an sich, so Garriott. Neben der zunehmenden Verfügbarkeit von Breitband-Internet nannte er auch die kommende Konsolengeneration als wesentlichen Wachstumsmotor. Die neuen Konsolen seien viel besser für das Spielen im Internet gerüstet. Die aktuellen Konsolen haben den Sprung ins Web nie wirklich geschafft, so Garriott.

Inhaltliche Bereicherung

Wichtig für das Genre MMOG sei aber auch eine inhaltliche Bereicherung. In der Vergangenheit spielten erfolgreiche MMOGs immer in mittelalterlichen Fantasiewelten. Auch World of Warcraft und NCSofts Lineage zählen zu diesem Segment. Nun sei es an der Zeit über diese Nische hinauszuwachsen und die Online-Gamer in neue Welten zu führen. Hier kann NCSoft auf den Erfolg des Games "City of Heroes" verweisen, das in einer modernen Welt urbaner Superhelden spielt.

Tausende Spieler gleichzeitig

In MMOGs bewegen sich bis zu über tausend Spieler gleichzeitig durch unglaublich vielfältige Welten. Dabei treffen sie auf andere Spieler oder aber auf virtuelle Charaktere, mit denen kommuniziert, kooperiert oder gekämpft werden kann. Zum Spielen ist nicht nur der Kauf des Games und ein Breitbandanschluss erforderlich, sondern auch eine monatliche Abogebühr (meist zwischen zehn und 15 Dollar) zu bezahlen.(pte)

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