Brandanschlag auf Mädchenschule in Kabul

8. Juli 2005, 13:55
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Mädchenbildung stößt in Afghanistan nach wie vor auf erbitterten Widerstand

Kabul - Bewaffnete Männer sind in eine Grundschule für Mädchen südlich von Kabul eingedrungen und haben sie in Brand gesteckt. Nach Angaben des Polizeichefs der Provinz Logar vom Donnerstag wurde die aus einem kleinen Gebäude und einem Zelt bestehende Schule zerstört. Zwei Wachposten seien bei dem Überfall am Dienstagabend gefesselt und geschlagen worden.

Während der Herrschaft der Taliban war Mädchen in Afghanistan der Schulbesuch verboten. Seit dem Sturz des Regimes 2001 gehen hunderttausende Mädchen wieder zur Schule. Vor allem in konservativen Gegenden auf dem Land stößt dies jedoch auf Widerstand. 2005 kam es bereits zu zahlreichen Überfällen auf Mädchenschulen. (APA)

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