Keine kommerzielle Jagd auf Mink-Wale

14. Juni 2006, 11:35
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Walfangkomission lehnt japanischen Antrag ab - Imbisskette verkauft Wal-Burger

Ulsan - Die Internationale Walfangkomission (IWC) hat mit klarer Mehrheit einen Antrag Japans abgelehnt, den kommerziellen Fang von Mink-Walen im Nordost-Pazifik zu gestatten. 26 von 29 Mitgliedern votierten am Donnerstag auf der IWC-Jahrestagung im südkoreanischen Ulsan gegen den Antrag der Walfangnation, jedes Jahr 150 Exemplare der Wale in der Ochozk-See zu fangen. Um seine Forderung durchzusetzen, hätte Tokio eine Drei-Viertel-Mehrheit unter den 66 IWC-Mitgliedsländern benötigt.

Japan hat auf der diesjährigen Jahrestagung der Walfangkommission bei seinen Versuchen, das seit 1986 geltende Verbot für kommerziellen Walfang aufzuweichen, bereits einige Niederlagen hinnehmen müssen. Das Land unterläuft bisher schon das Verbot, indem es eine Ausnahmeklausel nutzt und etwa 650 Wale jedes Jahr für vorgeblich "wissenschaftliche Zwecke" tötet.

Wal-Burger

Indessen verkauft eine japanische Imbisskette Wal-Burger. Für umgerechnet 2,90 Euro werden in den "Lucky Pierrot"-Schnellrestaurants der nördlichen Hafenstadt Hakodate Zwergwal-Scheiben in Semmeln verkauft. "Der Geschmack und die Beschaffenheit liegen irgendwo zwischen Rindfleisch und Fisch", sagte Imbissmanager Miku Oh. Für die Menschen in Hakodate habe Walfleisch eine lange Tradition und sei Teil der Esskultur. Zudem würden für die Burger keine neuen Wale gefangen, sondern lediglich Restbestände aufgebraucht. (APA)

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