Infineon prüft Börsengang der Speicherchip-Sparte

12. Juli 2005, 13:25
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Emission laut "Handelsblatt" bereits im Herbst möglich - Chiphersteller gibt sich bedeckt

München - Der Münchner Chiphersteller Infineon prüft einem Zeitungsbericht zufolge einen Börsengang seiner Speicherchip-Sparte. Ein Sprecher des Unternehmens betonte dagegen, es gebe keine neue Entwicklung.

"Es gibt nichts Neues zu sagen", sagte der Infineon-Sprecher am Donnerstag weiter. Es sei klar, dass Infineon wie andere Unternehmen ständig prüfe, wie die Unternehmensstruktur verbessert werden könne.

Spekulationen über eine Abspaltung oder einen Börsengang der wichtigen Speicherchip-Sparte von Infineon hatte es bereits in der Vergangenheit immer wieder gegeben.

Extrem schwankendes Geschäft

Das Geschäft mit Speicherchips etwa für Computer ist extrem schwankend, starke Preisrückgänge machen permanente Produktivitätssprünge für die Hersteller unverzichtbar.

Das "Handelsblatt" berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Branchenkreise, die Sparte könne bereits im Herbst an die Börse gebracht werden. Eine formale Entscheidung sei aber noch nicht getroffen, und auch der Aufsichtsrat sei noch nicht informiert.

40 Prozent des Umsatzes

Mit Speicherchips erlöst Infineon rund 40 Prozent seines Umsatzes. Nach deutlichen Preisrückgängen zu Jahresbeginn hatte sich Infineon zuletzt zuversichtlicher über die Geschäftsaussichten des Bereichs geäußert und sogar die Möglichkeit von Preissteigerungen im zweiten Halbjahr in Aussicht gestellt. (APA/Reuters)

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