FIA lässt Salos Lunge durchchecken

8. Juli 2005, 14:29
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Wegen ungewöhnlich hoher Mengen Kohlefaserstaubs

Helsinki - Formel-1-Fahrer leben anscheinend noch gefährlicher als bisher angenommen. Wie eine finnische Zeitung am Mittwoch berichtete, will der Internationale Automobilverband (FIA) die Lunge des finnischen Ex-Piloten Mika Salo medizinisch genau untersuchen lassen. Denn laut "Ilta-Sanomat" soll Salos Atemorgan von ungewöhnlich großen Mengen von Kohlefaserstaubpartikeln in Mitleidenschaft gezogen sein.

Als Ursache für diese gefährlichen Ablagerungen in der Lunge werden die extremen Bremsvorgänge in der Königsklasse des Motorsports verantwortlich gemacht. In der Remus-Kurve auf dem A1-Ring wurden die Boliden etwa innerhalb weniger Sekunden von über 290 km/h auf etwa 75 km/h heruntergebremst - Kräfte, bei denen die Bremsscheiben und -beläge (ver-)glühen.

Salo bestritt von 1994 bis 2002 insgesamt 111 Formel-1-Grand-Prix. "Da ist wirklich viel Staub in meiner Lunge. Und wenn schon ich so viel davon eingeatmet habe, wie viel ist es dann erst bei Michael Schumacher, der ja in Summe fast schon zehn Jahre länger als ich gefahren ist", meinte der 38-jährige Finne.(APA/Reuters)

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